Politik Zur Sache: Südkorea rüstet auf

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Die eskalierende Nordkorea-Krise könnte nach Auffassung von Experten einen neuen Rüstungswettlauf in der Region auslösen. Im Fokus steht dabei Südkorea, das sich besonders bedroht sieht. Der kürzlich von der Regierung noch kritisch beäugte Aufbau des US-Raketenabwehrsystems Thaad wird dort mittlerweile auf Drängen von Präsident Moon Jae In vorangetrieben. Auch kursieren Pläne, ein atombetriebenes U-Boot zu bauen und Raketen mit größerer Zerstörungskraft zu erlauben. Einige Politiker fordern gar, wieder US-Atomwaffen auf der Halbinsel zu stationieren, nachdem diese vor 25 Jahren abgezogen worden waren. Formal befinden sich Süd- und Nordkorea nach wie vor im Krieg. Der Konflikt von 1950 bis 1953 endete in einem Waffenstillstand, einen Friedensvertrag gibt es nicht. Südkoreas Militär umfasst 625.000 Soldaten. Hinzu kommen mehr als 28.000 Soldaten des wichtigsten Verbündeten USA, die in dem Land stationiert sind. Zur Raketenabwehr ist bereits das in den USA gebaute Patriot-System im Einsatz. Vor allem die eigenen Raketen-Streitkräfte will die Regierung in Seoul stärken. Mit Gefechtsköpfen von einer Tonne oder mehr könnten auch unterirdische Bunker oder Atomanlagen Nordkoreas zerstört werden. Bisher verfügt Seoul nur über Sprengsätze von maximal 500 Kilogramm.

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