Politik RHEINPFALZ Plus Artikel Zur Sache: Das durchstoßene Herz

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Das Flugtagunglück von Ramstein gehört zu den folgenschwersten Katastrophen, die sich je bei Flugschauen ereignet haben. Bei dem Unglück am 28. August 1988 sterben 70 Menschen. Darunter sind die Piloten aller drei beteiligter Flugzeuge. Mehr als 1000 Menschen werden verletzt. 350.000 Menschen drängen sich an diesem Tag auf der Air Base. Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ macht den Anfang der Vorführungen. Einer der spektakulären Höhepunkte ihres Programms ist die Flugfigur „das durchstoßene Herz“. Dabei rast ein Solopilot mit seinem Jet auf die anderen Maschinen zu, die kurz vorher wegdrehen. Um 15.44 Uhr kommt es zu dem schrecklichen Unfall: Solopilot Ivo Nutarelli erreicht den Kreuzungspunkt der Flugfigur vier Sekunden zu früh. Dadurch prallt sein Flugzeug mit zwei weiteren zusammen. Zwei Flugzeuge zerschellen parallel zur Start- und Landebahn. Nutarellis Maschine aber rast in die Zuschauermenge und explodiert. Die Zuschauer haben keine Zeit zu fliehen. Quälend für Überlebende und Angehörige bleibt die Tatsache, dass bis heute die exakten Gründe des Unglücks nicht genau geklärt sind. Eine Untersuchung gibt die Schuld an der Katastrophe dem italienischen Piloten. Das mangelhafte Krisenmanagement des US-Militärs wurde nie offiziell untersucht. Auch ist unbekannt, wie viele Amerikaner unter den Opfern waren.

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