Rheinland-Pfalz
Wie der Corona-Impfstoff verteilt wird
Viele derer, die sich für eine Impfung registrieren, dürften nicht nur mit Spannung auf den Termin warten, sondern auch auf die Info, welcher Impfstoff zum Einsatz kommt. In der Europäischen Union sind vier Präparate zugelassen: Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Letzterer ist allerdings noch nicht verfügbar. Nachdem Astrazeneca anfangs wegen einer unklaren Datenlage nur Menschen im Alter bis 64 Jahren gespritzt wurde, ist es inzwischen für alle Altersgruppen freigegeben. Doch wie läuft die Verteilung in der Praxis ab?
Nach Auskunft des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums errechnen sich die Kontingente für die verschiedenen Impfzentren im Land nach folgenden Faktoren: Zunächst wird geschaut, wie viel Impfstoff das Land vom Bund erhält. Dann beginnt die Zuteilung abhängig davon, wie hoch der Bevölkerungsanteil der von einem Impfzentrum bedienten Region an der rheinland-pfälzischen Gesamtbevölkerung ist und wie hoch die Bedarfe der Mobilen Impfteams sind, die zum Beispiel in Seniorenheimen tätig werden. Es werden aber auch Sondereffekte berücksichtigt. Dazu gehört, ob eine Region an ein Risikogebiet grenzt. So sollen beispielsweise Impfzentren im Grenzgebiet zu Frankreich Extra-Dosen bekommen.
Bei der Verteilung werden noch die Bedarfe von Kliniken und der Polizei berücksichtigt, deren Kontingente nicht über die Impfzentren laufen. Bei der konkreten Zuteilung muss zudem noch beachtet werden, dass bei Zweitimpfungen das gleiche Vakzin wie beim ersten Mal verabreicht werden kann. „Lässt sich nach Berücksichtigung all dieser Faktoren der akute Bedarf im Impfzentrum mit mehreren Impfstoffen abdecken“, gebe es keine weiteren Auswahlkriterien mehr, erklärt ein Sprecher des Mainzer Gesundheitsministeriums. Mit anderen Worten: Welchen Impfstoff der Impfwillige erhält, ist in gewisser Weise Zufall.
