Politik Weltweit Pause für autonome Fahrzeuge

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«Berlin/New York.» Weltweit haben Firmen, die autonom fahrende Fahrzeuge entwickeln, gestern Fahrten mit solchen Fahrzeugen gestoppt. Der Grund dafür sind mehrere Unfälle mit autonomen Fahrzeugen in den USA, deren Ursache noch nicht geklärt ist. Der Fahrdienst-Vermittler Uber stellt sich nach einem tödlichen Unfall am 18. März mit einem seiner selbstfahrenden Autos auf eine längere Auszeit für sein Roboterwagen-Programm ein. Uber wird die Ende März auslaufende Lizenz zum Testen autonomer Fahrzeuge vorerst nicht verlängern. Die Wagen würden „in nächster Zukunft“ nicht auf öffentlichen Straßen unterwegs sein, erklärte eine Sprecherin dem Technologieblog „Recode“. Der Roboterwagen von Uber tötete bei einer nächtlichen Testfahrt in der Stadt Tempe im US-Bundesstaat Arizona eine Frau, die eine mehrspurige Straße überquerte. Am Freitag ereignete sich ein tödlicher Unfall mit einem Elektroauto des US-Herstellers Tesla. Ein 38-jähriger Mann kam ums Leben, als sein Model X auf der Höhe der Stadt Mountain View gegen eine Autobahn-Leitplanke raste. Derzeit sei unklar, ob zum Zeitpunkt des Unfalls der Autopilot aktiviert gewesen sei, teilten die ermittelnden Behörden mit. Entwickler wie Toyota und das Start-up NuTonomy stoppten ihre Fahrten vorsichtshalber ebenfalls. Auch der Grafikchip-Spezialist Nvidia trat auf die Bremse: Auf öffentlichen Straßen werde es vorerst keine Tests geben. Unter anderem liefen diese in den USA, Japan und Deutschland. Chips und Software von Nvidia werden in großem Stil bei Anwendungen mit künstlicher Intelligenz eingesetzt. Beim autonomen Fahren kooperiert Nvidia unter anderem mit Volkswagen. Zugleich hieß es, man sei überzeugt, dass Roboterwagen auf lange Sicht sicherer als menschliche Fahrer seien. Die Nvidia-Aktie verlor gestern mehr als acht Prozent an Wert.

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