Politik Wahlkampf: Martin Schulz umwirbt die FDP

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Berlin. Mit auffälligen Avancen an die FDP hat die SPD-Spitze Spekulationen über eine rot-gelb-grüne Ampelkoalition nach der Bundestagswahl angeheizt.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz betonte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland die Verdienste der 1982 zerbrochenen SPD/FDP-Regierung: „Die sozialliberale Koalition auf Bundesebene hat Deutschland ganz sicher moderner und demokratischer gemacht.“ Über den Koalitionsbruch der FDP am Ende der Regierungszeit des SPD-Kanzlers Helmut Schmidt 1982 sagte Schulz: „Das ist alles Vergangenheit.“ Zur Ausrichtung der heutigen FDP unter ihrem Vorsitzenden Christian Lindner äußerte sich der SPD-Parteivorsitzende wohlwollend: „Christian Lindner hat erklärt, die FDP wolle keinen Steuerwahlkampf führen. Das finde ich bemerkenswert.“ Lindner lehnte es ab, sich an Koalitionsdebatten zu beteiligen: „Ich freue mich, wenn die SPD ihre alten Feindbilder einpackt. Natürlich werde ich Herrn Schulz genauso treffen wie Frau Merkel“, sagte er den „Ruhr Nachrichten“. Auf Distanz ging der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki: Seine Partei werde sich nicht auf das Spiel „Wer mit wem“ einlassen. Es sei nicht Aufgabe der FDP, einen Kanzler zu stellen. Die Liberalen sind derzeit nicht im Bundestag vertreten, hoffen aber auf einen Wiedereinzug. Kommentar |dpa/afp

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