Politik Unbezahlte Arbeit: Noch immer eher Sache von Frauen

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Berlin

. Frauen leisten weiterhin deutlich mehr unbezahlte Arbeiten für andere als Männer. Das ist ein Resultat des Gutachtens für den zweiten Gleichstellungsbericht, das Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und die Vorsitzende der Sachverständigenkommission, Eva Kocher, gestern vorstellten. Demnach wenden erwachsene Frauen im Durchschnitt täglich 87 Minuten mehr und damit gut anderthalbmal so viel Zeit etwa für die Kindererziehung, die Pflege Angehöriger oder Arbeiten im Haushalt auf als Männer. Das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern ist laut Gutachten noch nicht erreicht. Zum Abbau der „Sorgearbeitslücke“ („Gender Care Gap“) fordern die Sachverständigen, auch Männern zu ermöglichen, mehr private Sorgearbeit zu leisten. Darüber hinaus erzielen Frauen pro Stunde und auch über den Lebensverlauf hinweg weniger Einkommen. Aus Sicht der Ministerin müssen insbesondere Berufe, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten – wie in der Pflege und im sozialen Bereich – aufgewertet und gestärkt werden. |kna/dpa

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