Politik Trump droht mit Zerstörung Iranischer Kanonenboote
Nach einem Zwischenfall im Persischen Golf hat US-Präsident Donald Trump dem Iran über Twitter mit der Zerstörung von Booten der Revolutionsgarden gedroht. Er habe die US-Marine angewiesen, alle Boote abzuschießen, die amerikanische Schiffe bedrängen.
Am Mittwoch vergangener Woche hatte die US-Marine mitgeteilt, elf Boote der Iranischen Revolutionsgarden hätten sich sechs US-Kriegsschiffen im Norden des Persischen Golfes mit hoher Geschwindigkeit teils bis auf etwa neun Meter genähert. Das US-Militär habe mit Ausweichmanövern eine Kollision verhindert. Die Boote der iranischen Militäreinheit hätten während des etwa eine Stunde langen Zwischenfalls weder auf Funksignale noch auf Warnsignale reagiert. Mit ihrem provozierenden Verhalten hätten sie gegen Sicherheitsregeln der Schifffahrt und gegen internationales Recht verstoßen.
Der Zwischenfall ereignete sich den US-Angaben zufolge in internationalen Gewässern während einer Übung, an der auch Kampfhubschrauber des Typs Apache beteiligt waren.
Irans Revolutionsgarden werden von den USA als Terrororganisation eingestuft. Erst vergangene Woche Mittwoch hatten sie nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen Militärsatelliten ins Weltall geschossen. Irna berichtete, der Satellit „Nur-1“ (Licht-1) sei erfolgreich in eine Umlaufbahn von 425 Kilometern Höhe gebracht worden. Die USA und Israel sehen das iranische Satellitenprogramm allgemein kritisch, weil sie befürchten, dass der Iran die Raumfahrttechnik zum Bau militärischer Langstreckenraketen nutzen könnte.
Trump teilte auf seinem Account auch den Tweet eines vermeintlichen iranischen Oppositionellen, Heshmat Alavi, der sich lobend über die US-Drohungen äußert. Allerdings soll es sich laut dem Nachrichtensender „Al Jazeera“ bei Heshmat Alavi nicht um eine reale Person, sondern eine virtuelle Kunstfigur der oppositionellen iranischen Gruppe „Mujahedeen-e-Khalq“ handeln.