Politik Syrien: Rebellen boykottieren neue Friedensgespräche

Istanbul. Die syrischen Rebellen wollen die für diese Woche geplante neue Runde der Syrien-Gespräche in Kasachstan boykottieren. Die Angriffe auf Rebellengebiete und die Tötung von Zivilisten gingen trotz der seit Ende Dezember geltenden Waffenruhe weiter, erklärte Oppositionssprecher Ahmed Ramadan gestern. Russland kritisierte die Absage. Einzelne Verletzungen der Waffenruhe dürften nicht zu einem Boykott führen, sagte Vizeaußenminister Gennadi Gatilow in Moskau. Hilfsorganisationen haben derweil vor dem sechsten Jahrestag des Beginns des Syrienkrieges am 15. März die humanitäre Lage im Land als katastrophal bezeichnet. „Wir sind erschüttert über die völlige Missachtung des humanitären Völkerrechts in Syrien – und zwar bei allen am Konflikt beteiligten Parteien“, sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, betonte, nie seien mehr Kinder getötet, verstümmelt oder für den Kampf rekrutiert worden als im vergangenen Jahr. Kommentar Seite 2