Politik Stichwort: EU-Weltraumprogramm Galileo

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Zehn Milliarden Euro kostet das Projekt Galileo. Ziel ist, dass sich die EU unabhängig von den USA und dem Navigationssystem GPS macht und ein eigenes satellitengestütztes System zur Positionsbestimmung aufbaut. Der Start der Ariane-5 mit vier Satelliten an Bord vom Weltraumbahnhof Kourou gestern hat 310 Millionen Euro gekostet. Ein Satellit kostet 40 Millionen Euro. Galileo soll 2020 operationsfähig sein. Dann sollen 30 Galileo-Satelliten im All sein. Derzeit sind es 26 – von denen nach Betreiberangaben 14 funktionsfähig sind. Noch kann es daher vorkommen, dass Galileo zeitweise keine exakten Daten liefert. Vier weitere Satelliten sollen nach einer Testphase demnächst in Betrieb genommen werden. Die gestern neu ausgesetzten vier Satelliten könnten ab Februar 2019 nutzbare Daten liefern. Dann wären 22 Satelliten in Betrieb – für eine weltweite Abdeckung sind mindestens 24 nötig. Schon heute arbeiten viele Smartphones und andere Geräte mit Galileo-Daten. Welche Geräte dies sind, ist auf der Internetseite www.usegalileo.eu zu recherchieren. Galileo-Daten werden zum Beispiel beim ecall-System verwendet, das die EU bei neuen Automodellen zur Pflicht macht. Zudem baut die EU das verschlüsselte PR-System auf, das die Sicherheitsbehörden bei militärischen Operationen, Katastrophen und Terrorangriffen nutzen können.

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