Corona Spahn sieht ermutigende Entwicklung bei Inzidenz
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die weiter sinkende Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland als ermutigend bezeichnet.
Die Tatsache, dass die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 20. März wieder unter die Schwelle von 100 gesunken sei, gebe Anlass zur Zuversicht, sagte er am Freitag beim Besuch der Bundeswehrapotheke im niedersächsischen Quakenbrück. Die Lage sei aber bundesweit sehr unterschiedlich, denn es gebe Landkreise mit einem Inzidenzwert von 35, aber auch solche mit über 200.
Derweil sind in Deutschland sind am Mittwoch so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden wie noch nie. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Freitag (Stand: 09.35 Uhr) wurden an dem Tag 1.353.453 Impfspritzen gesetzt, an Christi Himmelfahrt waren es 408.260. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mitteilte, wurden damit an beiden Tagen zusammen fast zwei Prozent der deutschen Bevölkerung geimpft. Damit seien nun 35,9 Prozent (29,8 Millionen) der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft und 10,6 Prozent (8,8 Millionen) voll geschützt.
Coronapositiv trotz vollständiger Impfung
Rund 13.000 vollständig Geimpfte in Deutschland wurden bisher trotzdem noch positiv auf das Coronavirus getestet. Das entspricht bei zusammen mehr als acht Millionen Zweitimpfungen etwa 0,16 Prozent. Es sei bei den Daten aber nicht klar, ob die Erkrankung bei vollem Impfschutz, also mehr als 14 Tage nach der zweiten Impfung, auftrat oder in den Tagen davor, erklärte das Gesundheitsministerium am Freitag. Impfungen können Corona-Infektionen zwar in den meisten Fällen verhindern, allerdings nicht zu 100 Prozent. Man geht außerdem davon aus, dass der Körper nach der zweiten Impfung rund zwei Wochen braucht, um den vollen Impfschutz aufzubauen.
In den USA müssen vollständig gegen Corona Geimpfte nach einer Empfehlung der Gesundheitsbehörde CDC nun in den allermeisten Situationen keine Maske mehr tragen – weder drinnen noch draußen. Sie müssen auch keinen Sicherheitsabstand mehr einhalten. Präsident Joe Biden nannte die Entscheidung einen „Meilenstein“. Grundlage für die neuen Richtlinien seien Studienergebnisse, wonach die Impfungen selbst gegen Virus-Varianten extrem wirksam seien. Die CDC-Chefin Rochelle Walensky mahnte am Freitag dennoch weiter zu Vorsicht – aber das Ende der Pandemie in den USA komme langsam in Sicht.
In Indien wird nun auch der russische Corona-Impfstoff Sputnik V eingesetzt. Die ersten Impfungen damit hätten am Freitag im zentralindischen Hyderabad begonnen, teilte der russische Staatsfonds RDIF mit. Sputnik V sei damit der „erste im Ausland hergestellte Impfstoff, der in Indien genutzt wird“.