Politik
Signal der Geschlossenheit vom Nato-Gipfel

Zum Jubiläum der Nato verteidigt US-Präsident Trump die Allianz gegen Kritik aus Paris – für die Europäer ist das ein gutes Zeichen.
Nach dem Gipfel zum 70-jährigen Bestehen sind die 29 Staats- und Regierungschefs nicht zerstritten auseinandergegangen. Am Ende haben alle die Londoner Erklärung unterschrieben, in der die Beistandsklausel erneuert wird und sehr klar benannt wird, dass Russland eine große Bedrohung darstellt. Damit ist festzuhalten, dass der französische Staatspräsident sich mit seinen unverantwortlichen Äußerungen zum Hirntod der Allianz ebenso isoliert hat wie mit seiner Forderung nach einer Neubewertung des Verhältnisses zu Moskau.
Was bleibt? US-Präsident Trump ist zumindest vorerst gezähmt. Der Mann, der vergangenes Jahr noch mit dem Austritt drohte, verteidigt die Allianz nun vehement. Offensichtlich ist das Kalkül von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg aufgegangen: Mantraartig wiederholt er den Hinweis auf die Milliarden, die die europäischen Verbündeten und Kanada zusätzlich für Verteidigung lockermachen. So darf sich Trump im Erfolg sonnen, er habe dazu den Anstoß gegeben. Bei ihm weiß man nie, ob es Rückfälle gibt. Für die Europäer ist die neue Einigkeit aber erstmal ein gutes Zeichen.