Politik Russland-Affäre: Trump will sich befragen lassen

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US-Präsident Donald Trump hat erstmals seine Bereitschaft erklärt, in der Russland-Affäre auszusagen.

Es war ein Paukenschlag, der da durch Washington dröhnte: „Ja“, antwortete Trump auf eine Reporter-Frage, „ich würde es liebend gern machen, und ich würde es gern so bald wie möglich machen.“ Vor seiner Abreise zum Weltwirtschaftsforum in Davos zeigte sich der US-Präsident erstmals bereit, sich von Robert Mueller, dem Sonderermittler in der Russland-Affäre, befragen zu lassen. Natürlich würde er unter Eid aussagen, sagte Trump und steckte sogar den Zeitrahmen ab. Man rede von einem Termin in zwei bis drei Wochen, „und eigentlich freue ich mich schon darauf“. Die Kehrtwende kommt umso überraschender, weil der Mann im Oval Office bislang keinerlei Bereitschaft erkennen ließ, mit Mueller zu kooperieren. War von dessen Ermittlungen die Rede, charakterisierte er sie in aller Regel als Hexenjagd. In seinen Worten waren sie nichts anderes als ein perfides Manöver, eingefädelt von den Demokraten um Hillary Clinton, um von den wahren Gründen ihrer Wahlniederlage abzulenken. Nun läuft es womöglich hinaus auf die erste öffentliche Befragung eines amtierenden US-Präsidenten, seit Bill Clinton im Zuge der Affäre mit Monica Lewinsky dem Sonderermittler Kenneth Starr Rede und Antwort stehen musste. Dabei scheint sich der Fokus der Untersuchung zu verlagern, von möglichen Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und dem Kreml auf den späteren Versuch, brisante Kontakte zu russischen Regierungskreisen zu vertuschen. Sollte Trump eine Behinderung der Justiz nachgewiesen werden, könnte dies ein Amtsenthebungsverfahren zur Folge haben. So transparent sich Trump auf einmal gibt, ein Hintertürchen lässt er sich offen. Seine Bereitschaft zur Aussage, relativiert er, hänge davon ab, was seine Anwälte empfehlen. Einer der Anwälte, Ty Cobb, meldete sich prompt zu Wort, um das mit dem Eid halb zurückzunehmen. Der Präsident, so Cobb, habe „in Eile“ gesprochen.

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