USA Republikaner sieht „Krebsgeschwür“ in eigenen Reihen
Die 46-Jährige gilt als glühende Anhängerin von Ex-Präsident Donald Trump und Sprachrohr für rechtes Gedankengut. „Verrückte Lügen und Verschwörungstheorien sind ein Krebsgeschwür für die Republikanische Partei und unser Land“, teilte McConnell US-Medienberichten zufolge mit. Jemand, der suggeriere, dass womöglich kein Flugzeug das Pentagon am 11. September 2001 getroffen habe und dass tödliche Schüsse an Schulen inszeniert seien, lebe nicht in der Realität. „Das hat nichts mit den Herausforderungen zu tun, vor denen amerikanische Familien stehen, oder mit den robusten inhaltlichen Debatten, die unsere Partei stärken können.“ Die Behauptung, dass das Schulmassaker in Parkland 2018 inszeniert worden sei, hatte Greene Medienberichten zufolge mit „Genau!“ kommentiert.
Zwar nannte McConnell den Namen seiner Parteikollegin nicht, die neu ins Abgeordnetenhaus gewählt worden war. Aber sie fühlte sich angesprochen und schrieb auf Twitter: „Der wahre Krebs für die Republikanische Partei sind schwache Republikaner, die nur wissen, wie man mit Anmut verliert. Deshalb verlieren wir unser Land.“ Mit der Abwahl Trumps ist unter den Republikanern ein Streit über die Ausrichtung der Partei entbrannt. Nach der gewaltsamen Erstürmung des Kapitols am 6. Januar hatten auch republikanische Senatoren und Kongressabgeordnete offen Trump kritisiert. Diese Stimmen sind inzwischen deutlich leiser geworden.
McConnell stellte sich zudem vor die Kongressabgeordnete Liz Cheney. Sie ist eine von zehn Republikanern, die im Repräsentantenhaus mit den Demokraten für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump stimmten.