Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Putins Propaganda-Show

Zum Propaganda-Repertoire von Russlands Präsident Wladimir Putin gehört die Drohung ebenso wie hanebüchene Behauptungen.
Zum Propaganda-Repertoire von Russlands Präsident Wladimir Putin gehört die Drohung ebenso wie hanebüchene Behauptungen.

Die Drohungen des Kreml gegen den Westen sind durchschaubar. Sie sollen Angst verbreiten und die Verbündeten der Ukraine spalten.

Russland droht unentwegt seit Beginn seines verbrecherischen und völkerrechtswidrigen Überfalls auf die Ukraine. In immer neuen Wendungen. Und Putins Regierung wird nicht damit aufhören, denjenigen zu drohen, die der Ukraine helfen, sich selbst zu verteidigen. Das gehört ebenso zum Propaganda-Repertoire des Kreml wie die dreiste Lüge. Wir erinnern uns, dass der Krieg laut Putin dazu dient, die Ukraine von Nazis zu befreien, einen Völkermord an Russen in der Ostukraine zu stoppen und einem geplanten Angriff der Nato auf Russland zuvorzukommen. Das sind hanebüchene Behauptungen. Und die durchschaubaren Drohungen gegen den Westen sind ein Bluff. Beides soll seine Propagandawirkung entfalten: nach innen, um den Russen mit einer verqueren Weltsicht die Hirne zu waschen; und nach außen, um den Keil der Spaltung zwischen die Verbündeten der Ukraine zu treiben.

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Wer derzeit von Friendsverhandlungen träumt, sollte sich fragen, mit wem er da verhandeln will? Putin sagt das eine und tut etwas ganz anderes. Er schließt Verträge, um sich nicht daran zu halten. Und er hört erst dann auf, Tod und Zerstörung über die Ukraine zu bringen, wenn er zur Überzeugung gelangt, kein für ihn gutes Ergebnis mehr erreichen zu können. Das ist mit Sicherheit dann der Fall, wenn die Ukraine diesen Krieg gewinnt. Deshalb muss der Westen klar machen, dass er so lange geschlossen hinter dem geschundenen Land steht.

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