Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Pläne für Schutzräume: Vorsorgen für den Ernstfall

Ein aus dem Zweiten Weltkrieg stammender Bunker in Ludwigshafen.
Ein aus dem Zweiten Weltkrieg stammender Bunker in Ludwigshafen.

In Deutschland soll die Anzahl der Schutzräume stark vergrößert werden. Abermals zeigt sich: Die Zeitenwende betrifft alle Bereiche der Gesellschaft.

Es gibt Millionen Menschen in Deutschland, die wissen, was Bombenkrieg bedeutet. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs versteckten sie sich damals als Kinder in Kellern und Bunkern vor Luftangriffen. Auch viele Flüchtlinge aus der Ukraine und Syrien haben selbst erlebt, wie Raketen und Bomben auf Wohnhäuser geschossen werden.

Die harte Realität heißt: Auch Deutschland muss sich auf ein solches Szenario vorbereiten. Denn solange Russland seinen aggressiven außenpolitischen Kurs fortsetzt, besteht die Gefahr eines Krieges. Deswegen ist es richtig, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) neue Schutzräume bauen will. Eine Million Schutzplätze sollen entstehen, etwa indem man Tunnel, U-Bahnhöfe, Tiefgaragen und Keller öffentlicher Gebäude zu Schutzräumen ertüchtigt. Derzeit sind es weniger als eine halbe Million. Abermals zeigt sich: Die Zeitenwende betrifft nicht nur das Militär, sondern alle Bereiche der Gesellschaft.

Es ist besser, vorbereitet zu sein

Nicht jeder müsste im Ernstfall wohl in einem Schutzraum untergebracht sein, in vielen Fällen würden etwa auch die Keller von Wohnhäusern einen gewissen Grundschutz bieten. Doch wo das möglich ist, das müssen die zuständigen Behörden schnell erfassen und der Bevölkerung mitteilen.

Natürlich muss man hoffen, dass Schutzräume in diesem Land nie wieder gebraucht werden. Doch es ist besser, vorbereitet zu sein.

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