CDU
Peter Tauber: Plötzliches Ende einer CDU-Karriere
Peter Tauber ist Staatssekretär im Verteidigungsministerium, doch bekannt machte ihn sein Amt als CDU-Generalsekretär, das er von 2013 bis 2018 ausübte. Der gebürtige Frankfurter galt als Nachwuchshoffnung und wirkte mit Glatze, Dreitagebart und Nerdbrille auch äußerlich als einer, der die Partei verjüngen wollte.
Seine politischen Einstellungen sind bis auf den heutigen Tag schwer einzuordnen. „Mein Wertefundament ergibt sich daraus, dass ich ein gläubiger Christ bin, Historiker und Reserveoffizier“, beschrieb er sich auf seiner Homepage einmal selbst. In seinen Meinungsbeiträgen äußert er sich oft konservativ, er tritt aber auch für die Gleichstellung Homosexueller und die doppelte Staatsbürgerschaft ein. Scharfe Kritik löste Tauber 2017 mit seiner Meinung aus, man brauche keine drei Minijobs, wenn man „was Ordentliches gelernt“ hätte. Tauber entschuldigte sich. An der CDU-Spitze nannte man Taubers Zuspitzung „unglücklich“.
Gesundheitliche Gründe ausschlaggebend
Bei einer schweren Darmerkrankung vor zwei Jahren ist Tauber nach eigener Aussage nur knapp dem Tod entkommen. Seine gesundheitliche Situation nennt der Hesse auch als wichtigen Grund, sich im nächsten Jahr aus der Bundespolitik zurückzuziehen. Auf Dauer sei die Aufgabe in Berlin nicht vereinbar mit seinem Wunsch, den Lebensmittelpunkt in seiner Heimat – dem hessischen Gelnhausen – zu haben.
Politische Freunde, aber auch Gegner, zollten Tauber Respekt. Der Pfälzer SPD-Verteidigungspolitiker Thomas Hitschler dankte dem Staatssekretär, dass er immer „hart für die Bundeswehr gefochten“ habe.