Politik Medikamente: Preise werden nicht geheim gehalten

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Berlin

. Die große Koalition hat sich auf Änderungen am geplanten Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung verständigt. Anders als im Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Gröhe (CDU) vorgesehen, sollen die in Deutschland ausgehandelten Medikamentenpreise weiter veröffentlicht werden. Die Industrie hatte sich eine weitgehende Geheimhaltung gewünscht, weil die deutschen Beträge bei Verhandlungen im Ausland als Referenzpreise gelten. Würden diese vertraulich behandelt, könnten hierzulande größere Rabatte gewährt werden, hatten die Konzerne gelockt. Insbesondere die SPD lehnte diese Intransparenz jedoch ab. Wie geplant sollen die Hersteller Medikamente weiterhin nur auf dem Stand des Jahres 2009 erstattet bekommen. Das Preismoratorium gilt bis 2022 weiter. Ab dem Jahr 2018 ist aber ein Inflationsausgleich geplant. Neu hineinverhandelt wurde die Meldepflicht bei Arznei-Engpässen in Krankenhausapotheken. Die bisherige freiwillige Meldung habe nicht funktioniert, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach. |rtr

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