Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Maritime Indopazifik-Mission ist keine Machtdemonstration

Die Mission der Fregatte Bayern ist auch ein Fingerzeig Richtung China. Das Foto zeigt den Hafen von Qingdao in der ostchinesisc
Die Mission der Fregatte Bayern ist auch ein Fingerzeig Richtung China. Das Foto zeigt den Hafen von Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong.

Ohne die indopazifischen Anrainerstaaten ist der globale Klimaschutz nicht zu erreichen. Schon deswegen ist die Mission der Fregatte „Bayern“ richtig.

Die globale Bedeutung des indopazifischen Raums wächst seit Jahren. Der Aufstieg von Staaten wie Indien und China zu ökonomischen Riesen führt dazu, dass die Region auch politisch rasant an Bedeutung gewinnt – und angesichts zahlreicher Konflikte auch militärisch. Für US-Präsident Joe Biden ist die Konkurrenz mit China neben Russland die wichtigste außenpolitische Herausforderung. Experten sehen in der Indopazifik-Region daher einen Schauplatz systemischer Rivalität des Westens mit dem Reich der Mitte.

Mit der mehrmonatigen Entsendung einer Fregatte in den Indopazifik will nun auch die deutsche Bundesregierung ihren Einfluss in der Region stärken. Die Konflikte dort verschärfen sich durch das Schiff nicht. Dafür sorgt die vorsichtige Routenplanung. Allen Akteuren ist zudem bewusst, dass es sich dabei nicht um eine Demonstration militärischer Stärke handelt. Schließlich wäre Deutschland mit den Mitteln seiner Marine gar nicht in der Lage, die maritimen Machtverhältnisse zu verschieben.

Für eine Exportnation wie Deutschland sind freie und sichere Handelswege sowie das Beilegen von Streitigkeiten mit den Mitteln des internationalen Rechts aber ein hohes Gut. Zudem braucht es die Zusammenarbeit mit den indopazifischen Staaten, um gemeinsam beim Klimaschutz voranzukommen. Die friedliche und nachhaltige Entwicklung dieser fernen Weltregion ist daher auch in deutschem Interesse.

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