Bildung Kultusminister wollen mehr Einheitlichkeit in den Schulen
Die Vereinbarung vor, auf die sich die 16 Kultusminister am Donnerstag verständigt haben, soll das 56 Jahre alte „Hamburger Abkommen“ zur „Vereinheitlichung auf dem Gebiete des Schulwesens“ ablösen und beschreibt Grundsätze und Ziele der Zusammenarbeit.
In der neuen Vereinbarung sichern sich die Länder unter anderem zu, „durch geeignete Maßnahmen“ dafür zu sorgen, dass Schüler bei einem länderübergreifenden Schulwechsel „ihre Bildungslaufbahn bruchlos fortsetzen können“. Geprüft werden soll auch eine Angleichung der verschiedenen Schulbezeichnungen im Sekundarbereich I. Da gibt es mit Realschule, Hauptschule, Oberschule oder anderen Bezeichnungen eine Vielzahl an Namen in den verschiedenen Ländern. Ziel sei nicht, die Namen der Schularten zu vereinheitlichen, aber Schülern und Eltern durch Vereinheitlichung der Bezeichnungen für Abschlüsse länderübergreifend Orientierung zu geben, sagte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD).
Beim Abitur wollen sich die Länder verpflichten, ab 2023 die Hälfte aller schriftlichen Aufgaben in den Kernfächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch aus einem gemeinsamen, länderübergreifenden Aufgabenpool zu nehmen.
Eingerichtet wird eine „Ständige wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz“. Dieses Gremium, soll die Länder bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens beraten. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD), die zurzeit Präsidentin der Kultusministerkonferenz ist, nannte die Vereinbarung historisch.