Politik Kommentar: In Endlosschleife

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Die USA müssen ihre Waffenkultur ändern. Sonst sind weitere Massaker

wie das von Parkland, Florida, programmiert.

Die Rituale sind eingeübt. Irgendwer zieht mit der Waffe los, um wahllos zu töten, mal in einer Schule, mal in einem Nachtclub, mal in einem Kino. Die Politik gibt sich schockiert, es folgen Gebete und Worte des Mitgefühls. Und dann geschieht – nichts. Die meisten Politiker der US-Demokraten fordern schärfere Waffengesetze, während die meisten Republikaner erklären, die Stunde der Tragödie sei der falsche Zeitpunkt, um über Paragrafen zu reden. Wie in einer Endlosschleife wiederholen sich diese Argumente. Die Lobbyisten der National Rifle Association (NRA) sind zu gut vernetzt im Kongress, als dass sich die Befürworter strengerer Regeln durchsetzen könnten. Auch US-Präsident Donald Trumps Amtsvorgänger Barack Obama musste dies schmerzlich erfahren, als er 2012 zu handeln versuchte. Der Mord an 20 Erstklässlern der Sandy-Hook-Grundschule wühlte die Nation auf. Es sah so aus, als ließe sich die politische Blockade aufbrechen. Aber nichts geschah. Dabei liegt auf der Hand, wo der Hebel anzusetzen wäre. Der zweite Verfassungszusatz, der das Recht auf privaten Waffenbesitz garantiert, muss weg. Er stammt aus dem Jahr 1791, als es um Musketen ging, die man mühsam nachladen musste. An halb automatische Schnellfeuergewehre hat damals noch keiner gedacht. Amerikaner stellen 4,4 Prozent der Weltbevölkerung, besitzen aber infolge dieser Rechtslage 42 Prozent aller Schusswaffen der Welt. Solange das die Fakten sind, sind neue Massaker programmiert.

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