Politik Kommentar: Gefährliche Hetze

Die Unruhen in Jerusalem sind die Folge der Aufwiegelung
durch den Palästinenserpräsidenten und den Großmufti.
Der Tod junger Palästinenser, die bei Demonstrationen in Jerusalem erschossen wurden, geht auf das Konto des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas und des Großmuftis Mohammad Hussein. Die beiden Männer trieben die Massen zum Protest gegen Israels Sicherheitsmaßnahmen am Tempelberg. Die Metalldetektoren unweit der Al-Aqsa-Moschee verletzten den Status quo an der heiligen muslimischen Pilgerstätte, so lautete ihr Mantra. Das Gegenteil ist der Fall: Israel will und wird den Status quo nicht antasten. Die Kontrollvorrichtung gilt nichts anderem als dem Schutz der gläubigen Muslime. Abbas und der Mufti täten gut daran, die Wogen zu glätten anstatt gefährliche Lügen zu verbreiten. Die Hetze der palästinensischen Politiker und Religionsführer fällt auf fruchtbaren Boden. Der Berg, von dem einst der Prophet Mohammed auf seinem Pferd gen Himmel geflogen sein soll, muss nicht zum ersten Mal herhalten, um Gewalt und Terror zu rechtfertigen. Kein Ort der Welt eignet sich besser, um die muslimische Welt gegen Israel zu vereinen. Dabei spielt kaum eine Rolle, dass der Grund für die Aufregung gänzlich irrational ist. Die Metalldetektoren zu entfernen, käme einem Sieg des Palästinenserpräsidenten, des Muftis und der vielen Extremisten, die in die Hetze mit einstimmten, gleich. Um weitere Opfer zu verhindern, sollte Israel trotzdem nachgeben. Denn jetzt geht es nicht darum, wer im Recht ist, sondern wer bereit ist, weitere Opfer zu verhindern.