Politik RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar: Es geht um die USA

In der eigenen Partei in der Kritik: Donald Trump.
In der eigenen Partei in der Kritik: Donald Trump. Foto: dpa

Trump und wichtige US-Senatoren fetzen sich wegen des Abzugs aus Syrien. Der Streit ist heftig, weil noch mehr auf dem Spiel steht.

Der jetzt in Washington wegen Donald Trumps Abzugsplänen aus Syrien geführte Streit dreht sich nicht nur um die Rolle der USA in diesem Land. Er dreht sich auch um die Grundsatzfrage, welche Rolle die Vereinigten Staaten in der Welt spielen sollen. Es ist eine wichtige Frage – nicht nur, aber auch für die US-Republikaner.

Für das konservative Establishment der Republikaner und die maßgeblichen Außenpolitiker ist Trump ein Unberechenbarer, der die nach 1945 gebildeten Allianzen infrage stellte – sei es die Nato, sei es das Bündnis mit Japan und Südkorea.

Diesmal stellen sich prominente Konservative mit einer verbalen Schärfe gegen Trump, wie man sie noch nicht erlebt hat. Schon jetzt lässt sich absehen, dass der Senat dem Präsidenten eine Ohrfeige verpassen wird, ähnlich wie im Januar. Damals, nach Trumps jähem Entschluss, sämtliche US-Soldaten aus dem Nordosten Syriens nach Hause zu beordern, lehnte die Kammer einen kompletten Abzug sowohl aus Syrien als auch aus Afghanistan mit klarer Mehrheit ab. Es war eines dieser parteiübergreifenden Voten, die man in Washington nur noch selten erlebt.

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