Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Julian Nagelsmann – der richtige Fußball-Bundestrainer

Julian Nagelsmann
Julian Nagelsmann

Es konnte keinen anderen geben: Mit Julian Nagelsmann hat der Deutsche Fußball-Bund einen guten Nachfolger für den hilflosen Hansi Flick gefunden.

Rudi Völler wollte nicht. Vielleicht war das ja auch gut so. Jürgen Klopp ist ewig nicht erreichbar. Und also jetzt mal im Ernst: Louis van Gaal als deutscher Nationaltrainer? Der knorrige Niederländer, der Rettungsanker für den deutschen Fußball? Der Vorruheständler Felix Magath? Stefan Kuntz hätte man sich noch vorstellen können, den türkischen Nationaltrainer. Anscheinend ist er jedoch noch im Amt.

Aber sonst? Es gibt im Moment keinen besseren Bundestrainer als Julian Nagelsmann. Der 36-Jährige (!) ist fachlich stark und kreativ, er kann mit den Medien umgehen, und er hat in seiner Laufbahn schon einige Erfolge erzielt. Die Umstände seiner Entlassung beim FC Bayern waren suspekt. Noch Wochen danach wurde heftig über den Zeitpunkt seiner Demission debattiert.

Lehren ziehen

Natürlich ist Julian Nagelsmann immer noch ein sehr junger Trainer. Ein Trainer, der einiges zu lernen hat. Vielleicht zieht er ja aus den letzten Wochen der Zeit beim FC Bayern seine Lehren und wägt beispielsweise noch genauer ab, ob er nach einer Niederlage einen Ski-Urlaub antritt oder nicht.

Klarer Auftrag

Nagelsmann spricht die Sprache der Generation Kimmich, Goretzka, Havertz. Er kennt die Spieler. Er erhält (zunächst) nur einen Auftrag, aber der ist gewaltig: Er muss eine erfolgreiche Heim-Europameisterschaft spielen lassen. Nach den Rückschlägen ist das eine große Herausforderung. Er hat gute Spieler. Das Ziel: Ein gutes Team formen.

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