Politik „Irma“ und die Folgen

Nachdem der Hurrikan „Irma“ mit Urgewalt über Florida hinweggezogen ist, kämpft der Bundesstaat mit den Folgen. Mindestens vier Menschen starben in Florida infolge des Sturms, der gestern vom Hurrikan-Zentrum zum tropischen Tief herabgestuft wurde. Unser Bild zeigt Menschen auf einer überfluteten Straße in Everglades City. Das Weiße Haus in Washington geht davon aus, dass Bewohner der Florida Keys möglicherweise über Wochen nicht auf die Inselgruppe zurückkehren können. Zuvor waren mindestens 27 Tote in der Karibik zu beklagen. Angesichts der zerstörerischen Hurrikan-Serie in der Karibik, den USA und Mexiko hat Papst Franziskus Leugner des Klimawandels auf seinem Rückflug von Kolumbien als „dumm“ gebrandmarkt. Deutschland hat Regierungskreisen zufolge nach „Irma“ Rettungsmissionen auf den Weg gebracht. Nach einem Beschluss des Krisenstabes werde das Auswärtige Amt ein Krisenunterstützungsteam in die USA entsenden, hieß es gestern aus Regierungskreisen. Das Team soll aus Experten des Auswärtigen Amts, des Technischen Hilfswerks und der Bundeswehr bestehen. Einer neuen Studie zufolge drohen der Ostküste der USA in Zukunft immer häufiger Überschwemmungen. Wissenschaftler der Universitäten Bonn, South Florida und Rhode Island sagen voraus, dass nicht nur schwere Stürme wie „Irma“ eine Gefahr darstellten, sondern Küstengebiete jedes Jahr um bis zu drei Millimeter absinken – auch aufgrund menschlicher Eingriffe in die Umwelt. Leitartikel Seite 2, Seite 3