Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Impfen was das Zeug hält

Nun kann auch das Vakzin von Astrazeneca wieder verimpft werden.
Nun kann auch das Vakzin von Astrazeneca wieder verimpft werden.

Die Impfkampagne muss sehr bald mächtig Fahrt aufnehmen. Die eingesetzten Mittel können kaum zu groß ausfallen.

Wir stürzen gerade in die dritte Corona-Welle in Deutschland. Die erste forderte bis zu 1700 Tote pro Woche, in der zweiten waren es bis zu 5700. Wir zahlen einen sehr hohen Preis für jeden Tag, den diese Pandemie andauert. Das entscheidende Gegenmittel halten wir in Händen: die Impfung. Leider hat Deutschland, hat Europa hier einen Fehlstart hingelegt.

Dennoch, die vordringlichste Aufgabe bleibt: Impfen, was das Zeug hält. Im April soll endlich viel mehr Impfstoff ankommen. Dann müssen wir aber auch alles daransetzen, ihn so schnell wie möglich in die Oberarme zu bekommen. Hier können die eingesetzten Mittel im Bund, in den Ländern und in den Kommunen kaum zu groß ausfallen. Da müssen die Hausärzte ran. Die Bundeswehr. Da müssen Tag und Nacht Spritzen gesetzt werden.

Jeder erhält ein Impfangebot bis Ende Sommer, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel versprochen, „bis zu zehn Millionen Impfungen pro Woche“ Vizekanzler Olaf Scholz. Diese Ziele sind angemessen. Jetzt muss es endlich gelingen. Auch über den Erfolg der Impfkampagne werden die Wähler im Herbst bei der Bundestagswahl abstimmen.

Mehr zum Thema
x