Politik Hackerangriffe: US-Justiz sieht Russland am Werk

«Washington.» Drei Tage vor dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin untermauert die amerikanische Justiz ihre Vorwürfe gegen Russland, sich in die US-Präsidentenwahl von 2016 eingemischt zu haben.
Eine Grand Jury erhob Anklage gegen zwölf Angehörige des russischen Militärnachrichtendienstes, wie das Justizministerium in Washington gestern mitteilte. Die Geschworenen werfen den Spionen Verschwörung vor mit dem Ziel, den Wahlkampf zu beeinflussen. Sie hätten sich in die Computer-Netzwerke des Wahlkampfkomitees der Demokratischen Partei und der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eingehackt und Informationen über das Internet verbreitet. Die russische Regierung wies die Vorwürfe umgehend zurück. Die Anklage erfolgte im Zusammenhang mit der Untersuchung des Sonderermittlers Robert Mueller, der den Vorwürfen gegen Russland nachgeht. Mueller untersucht auch, ob es Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und Russland gegeben hat. Trump hat dies zurückgewiesen. Der US-Präsident hatte erklärt, er wolle das Eingreifen Moskaus in die US-Wahl bei den Gesprächen mit Putin ansprechen.