Politik Giftgas in Syrien: Laut UN-Ermittlern neue Hinweise

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«Den Haag.» UN-Ermittler haben Hinweise auf einen weiteren Giftgasangriff in Syrien. Ende März sei in einem Dorf im Nordwesten des Landes das Nervengift Sarin eingesetzt worden.

Die neu festgestellte Giftgasattacke sei fünf Tage vor dem Sarin-Einsatz in Chan Scheichun passiert, sagte gestern der Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Ahmet Üzümcü. Eine Analyse von Proben habe dies ergeben. In Chan Scheichun starben am 4. April 80 Menschen; die USA feuerten in der Folge zum ersten Mal Raketen auf eine syrische Militärbasis ab. Russland und Syrien machen Rebellengruppen für den Gasangriff von Chan Scheichun verantwortlich. Russlands Außenminister Lawrow wies gestern Vorwürfe zurück, russische und syrische Jets hätten in jüngster Zeit vermehrt Angriffe in der Provinz Idlib geflogen, wobei Dutzende Zivilisten in der Rebellenhochburg getötet worden seien. Lawrow warf vielmehr den USA vor, zu „tödlichen Provokationen“ gegen russische Truppen anzustiften. Laut Oppositionsangaben sollen im September in Syrien 3000 Menschen, darunter 955 Zivilisten gestorben sein – so viele wie in keinem anderen Monat in diesem Jahr.

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