Politik Giftanschlag: Nato weist russische Diplomaten aus

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«Brüssel/Moskau.» Wegen des Nervengiftanschlags in Salisbury weist nun auch die Nato russische Diplomaten aus. Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte gestern an, dass er sieben Mitarbeitern der russischen Delegation beim Militärbündnis die Akkreditierung entzogen habe und drei Akkreditierungsanfragen ablehnen werde.

Die Bündnisstaaten hätten zudem beschlossen, die Maximalgröße der russischen Delegation von 30 auf 20 Personen zu begrenzen. Die Nato sende damit die klare Botschaft an Russland, dass unakzeptables und gefährliches Verhalten Konsequenzen habe, kommentierte Stoltenberg. Auch Australien und Irland verwiesen gestern russische Diplomaten des Landes. Unterdessen beschuldigte Russlands Außenminister Sergej Lawrow die USA, für die Reaktionen der übrigen Länder verantwortlich zu sein. Die Ausweisungen seien das „Ergebnis kolossalen Drucks, kolossaler Erpressung“ seitens Washingtons, sagte er gestern in Usbekistan. Bei dem Anschlag waren Anfang März der frühere Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Yulia vergiftet worden. Sie schweben immer noch in Lebensgefahr. Die Täter nutzten dabei einen in der Sowjetunion entwickelten Kampfstoff. Seite 2

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