Politik „Friederike“: Mehrere Tote, Bahn-Chaos

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Der schwerste Orkan seit mehr als zehn Jahren hat gestern den gesamten Fernverkehr der Deutschen Bahn lahmgelegt. Züge würden aus Sicherheitsgründen nicht mehr losfahren, sagte ein Bahnsprecher. Wie lange die Sperrung dauern sollte, war zunächst unklar. In zehn Fernbahnhöfen stellte die Bahn Aufenthaltszüge bereit, in denen gestrandete Reisende übernachten können. Auch heute müssen Bahnreisende mit Einschränkungen rechnen. Vielerorts – wie hier an der ICE-Strecke zwischen Hannover und Göttingen – stürzten Bäume auf die Gleise. „Friederike“ ist laut Deutschem Wetterdienst der schwerste Sturm seit „Kyrill“, der am 18. Januar 2007 – genau vor elf Jahren – tobte. Auf dem Brocken im Harz seien Orkanböen von 203 Kilometern pro Stunde gemessen worden. „Kyrill“ kam auf 202 km/h. Im Tiefland wurden gestern Spitzen-Windgeschwindigkeiten von 134 und 138 km/h in Nordhessen und Thüringen gemessen. In Nordrhein-Westfalen kamen mehrere Menschen im Sturm um: Bei Emmerich wurde ein 59-Jähriger von einem Baum erschlagen. In Lippstadt starb ein 68-Jähriger, der durch eine Böe die Kontrolle über seinen Transporter verlor und in den Gegenverkehr geriet. In Sundern starb ein Feuerwehrmann bei einem Sturmeinsatz. In Bad Salzungen (Thüringen) wurde ein Feuerwehrmann von einem umstürzenden Baum getötet. Bei einem Unfall durch Sturmböen kam im Süden Brandenburgs ein Lastwagenfahrer ums Leben. Vielerorts wurden Schulen geschlossen. Mehrere Flughäfen strichen Flüge. Die Pfalz kam mit Stromausfällen und Behinderungen im Straßenverkehr glimpflich davon. Südwest

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