Politik Europawahl: SPD will Barley als Spitzenkandidatin

«Berlin.»Bundesjustizministerin Katarina Barley soll Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl im Mai werden.
Aus Parteikreisen verlautete, Barley habe die Kandidatur zunächst abgelehnt, sei aber nun doch von der Parteispitze überzeugt worden. Bei der vorigen Europawahl 2014 hatte die SPD mit Spitzenkandidat Martin Schulz ein für die Partei starkes Ergebnis von 27,3 Prozent geholt. Anders als damals Schulz würde Barley aber nicht zugleich Spitzenkandidatin der europäischen Sozialdemokraten werden. Mögliche Nachrückerin von Barley im Bundestag ist Isabel Mackensen aus dem Wahlkreis Neustadt-Speyer. Dies gilt für den Fall, dass der vor ihr auf der rheinland-pfälzischen SPD-Liste platzierte Carsten Kühl auf das Amt verzichtet. Kühl ist seit geraumer Zeit Leiter des Instituts für Urbanistik in Berlin. Die rheinland-pfälzische SPD wählt am Samstag ihre Kandidaten für die Europawahl. Nach Parteiangaben wird Barley nicht vom Landesverband nominiert. Als Kandidat für den ersten Landesplatz wurde bisher der EU-Abgeordnete Norbert Neuser (Boppard) gehandelt, der zweite Platz könnte an Lisa Wüchner (Limburgerhof) oder an Corinne Herbst (Mainz) gehen. Seite 3