Kommentar zu Gutachten: RHEINPFALZ Plus Artikel Durchdachte Vorschläge für Lockerungen: Ein Silberstreif in der Corona-Krise

Die Leopoldina schlägt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln vor.
Die Leopoldina schlägt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln vor.

Die Vorschläge zur Lockerung der Corona-Verbote sind durchdacht. Auch wenn es im Kampf gegen das Virus Rückschläge geben wird.

Die in Deutschland erlassenen Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie wirken. Das haben die vergangenen Tage gezeigt. Die Lage hierzulande ist zum Glück weit weniger schlimm als beispielsweise in Spanien, aber auch als in den USA oder Großbritannien. Nun hat die Nationalakademie Leopoldina konkrete Vorschläge für eine Lockerung der Verbote auf den Tisch gelegt. Das ist auch gut so. Denn es ist wichtig, dass die Menschen einen Silberstreif sehen, dass sie bemerken, dass es aufwärts geht. Das ist wichtig, damit die Motivation der Bürger aufrecht erhalten wird. Denn, da müssen wir uns nichts vormachen, es wird viele Monate dauern, bis sich der Alltag wieder richtig normalisiert. Und auf diesem Weg, auf dem es Unannehmlichkeiten wie das Tragen von Gesichtsmasken geben wird, dürfte es auch Rückschläge geben.

Mut, Irrtümer zu korrigieren

Was die Leopoldina am Montag vorgelegt hat, ist ein sehr durchdachtes Paket an Vorschlägen für den weiteren Umgang mit der Pandemie. Experten aus den unterschiedlichsten Gebieten haben sich dafür eingebracht und einen Konsens gesucht. Die Politik wird wohl kaum wagen, sich allzu weit davon zu entfernen. Aber das bedeutet nicht, dass sich jeder Vorschlag in der Praxis auch als sinnvoll erweisen wird. Das ist kaum zu erwarten angesichts dieser beispiellosen Krise. Daher wird es den Mut brauchen, sich immer wieder dort zu korrigieren, wo es nötig ist. So lässt sich der bestmögliche Weg durch diese schwere Zeit finden.

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