Arbeitsmarkt Deutlich mehr Langzeitarbeitslose
Ein Beispiel für mögliche nur schwer reparierbare Langzeitschäden ist der deutliche Anstieg bei der Langzeitarbeitslosigkeit. Von den 193.000 zusätzlichen Arbeitslosen im Januar fallen 60.000 in die Kategorie Langzeitarbeitslose. Im Februar wird nach Einschätzung des Vorstandschefs der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, erstmals seit fünf Jahren wieder die Grenze von einer Million Langzeitarbeitslosen übersprungen.
Die Anzahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar saisonüblich um 193.000 auf 2,901 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit um 0,4 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Der Januar-Anstieg fiel damit in diesem Jahr sogar noch etwas geringer aus als im Vorjahr.
In Rheinland-Pfalz steigt Arbeitslosenquote auf 5,6 Prozent
In der Zeit vom 1. bis zum 25. Januar haben der BA zufolge 78.000 Betriebe für 745.000 Personen Kurzarbeit angemeldet. In den Monaten November, Dezember und Januar hätten mit 170.000 Betrieben mehr Unternehmen Kurzarbeit angemeldet als in der gesamten Finanzmarktkrise zusammen. Diese Zahlen entsprechen aber nicht der tatsächlichen Anzahl der Kurzarbeiter. Diese kann erst nach entsprechender Abrechnung mit mehrwöchiger Verzögerung akkurat angegeben werden.
Auch in Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosigkeit im Januar deutlich gestiegen. Allerdings nicht so sehr wie in Corona-Zeiten vielleicht befürchtet, sagte eine Sprecherin der BA-Regionaldirektion in Saarbrücken. Demnach waren im Januar 125.700 Personen im Land arbeitslos, 9800 mehr als vier Wochen zuvor. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 5,6 Prozent – nach 5,1 Prozent im Dezember 2020.