Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Der Westen ist geeint – ist er auch bereit?

Die Ukraine und Russlands Manöver an ihren Grenzen standen am Wochenende in München im Mittelpunkt. Unser Bild zeigt ein Plakat
Die Ukraine und Russlands Manöver an ihren Grenzen standen am Wochenende in München im Mittelpunkt. Unser Bild zeigt ein Plakat einer Demo am Rande der Sicherheitskonferenz.

Zwischen die Nato-Partner passt kein Blatt, so die Botschaft der Münchner Sicherheitskonferenz. Und doch ist Ohnmacht zu spüren.

Wenn, dann. Wenn Russland die Ukraine angreift, dann drohen nie dagewesene Sanktionen. Was schon seit Wochen aus Washington, Brüssel und Berlin verlautete, war auch die Botschaft am Wochenende in München. Bemerkenswert, dass von US-Seite zumindest öffentlich keine Kritik an Berlin zu hören war. Nord Stream 2 – war da nicht was?

Ob die Nato-Staaten und ihre Partner aber wirklich für den schlimmsten Fall gewappnet sind? Allein EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen bot Einblicke an: Auf eine große Flüchtlingswelle macht sie sich gefasst, und sie arbeitet daran, die Abhängigkeit von russischem Gas zu beenden. Sogar mit Japan gebe es Vereinbarungen, einen Ausfall russischer Lieferungen mit Flüssiggas zu kompensieren.

Mehr Aufrüstung droht

Angesichts der militärischen Machtdemonstrationen Russlands, zu denen am Wochenende sogar Übungen für Atomschläge gehörten, war in München aber auch Ernüchterung zu spüren. Themen wie der Klimawandel, die Digitalisierung der Weltwirtschaft und die weiter wachsende Weltbevölkerung müssten im Mittelpunkt stehen. Stattdessen geht es um Kriegsgefahr und auch um noch mehr Aufrüstung.

x