Rheinland-Pfalz CDU gegen Öffnung der Grundschulen

In den Grundschulen im Land ist ab nächster Woche Wechselunterricht möglich.
In den Grundschulen im Land ist ab nächster Woche Wechselunterricht möglich.

Sechs Tage vor dem Start in den Wechselunterricht an den Grundschulen in Rheinland-Pfalz gibt es Kritik an den Plänen der Landesregierung. Bei der Zulassung eines weiteren Impfstoffs könnte es derweil Altersvorgaben geben.

Der Fernunterricht an den rheinland-pfälzischen Schulen geht wegen der Corona-Pandemie bis zum 14. Februar weiter. Ausnahme sind die Grundschulen. Dort ist schon ab nächster Woche Wechselunterricht möglich. Nun hat der Landeselternbeirat weitere Vorkehrungen gefordert. Nötig seien mobile Raumluftgeräte und Plexiglas-Trennscheiben zwischen Schülerplätzen, sagte Landeselternsprecher Reiner Schladweiler. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte weitere Maßnahmen für den Schutz von Lehrern.

Die Landesregierung hatte beschlossen, ab kommender Woche für die ersten vier Klassen einen Wechselunterricht mit Lernen daheim und in der Schule zu praktizieren. Dabei bleibt die Präsenzpflicht weiter ausgesetzt. „Alle Eltern, die dies möchten, können ihre Kinder auch weiterhin zu Hause behalten“, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums.

Entschieden gegen eine Öffnung der Grundschulen in der kommenden Woche sprach sich am Dienstag die Landes-CDU aus. „Wir können uns jedwede Öffnung einer Schule vor dem 14. Februar nicht vorstellen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf nach einer Videokonferenz mit Eltern-, Schüler- und Lehrervertretern.

Turbulenzen vor Zulassung von weiterem Impfstoff

Wenige Tage vor der erwarteten Entscheidung über seine Zulassung in der EU gehen derweil die Turbulenzen um den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca weiter. Das Bundesgesundheitsministerium wies Berichte über eine angeblich schlechtere Wirksamkeit des Impfstoffs des Herstellers bei über 65-Jährigen zurück. Das Ministerium erläuterte, auf den ersten Blick scheine es so, als ob Dinge verwechselt worden seien: Rund acht Prozent der Probanden der Astrazeneca-Wirksamkeitsstudie seien zwischen 56 und 69 Jahre alt gewesen, nur drei bis vier Prozent über 70 Jahre. Daraus lasse sich aber nicht eine Wirksamkeit von nur acht Prozent dieses Impfstoffs bei Älteren ableiten.

Die EU-Arzneimittelagentur EMA schließt dennoch nicht aus, dass der Corona-Impfstoff von Astrazeneca in Europa nur für eine bestimmte Altersgruppe zugelassen wird. „Ich werde der Entscheidung nicht vorgreifen“, sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Dienstag.

Rund einen Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben zwei Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts vom Dienstag hervor. Demnach wurde nun mehr als 1,6 Millionen Menschen das Mittel einmal verabreicht.

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