Politik BASF: Weniger Fremdvergabe bei Großprojekten
«Mannheim.» Die BASF zieht Konsequenzen aus den massiven technischen Problemen bei der Inbetriebnahme der gut eine Milliarde Euro teuren Anlage zur Produktion der Chemikalie TDI im Ludwigshafener Stammwerk: Künftig sollen beim Bau komplexer Anlagen weniger Leistungen an Fremdfirmen vergeben werden.
Auf kritische Fragen zur TDI-Anlage sagte Konzernchef Kurt Bock gestern auf der Hauptversammlung in Mannheim vor 5500 Aktionären, die BASF werde den Anteil eigener Techniker und Ingenieure bei ähnlichen Projekten erhöhen. Die TDI-Anlage ist das größte Investitionsprojekt der BASF-Geschichte. Sie sollte ursprünglich Ende 2014 in Betrieb gehen. Nach anhaltenden Problemen wurde sie im November 2016 zum wiederholten Mal stillgelegt und vor einigen Wochen im Probebetrieb gestartet. Inzwischen läuft sie mit einem Ersatzreaktor im Normalbetrieb. Wirtschaft