Politik Am Rande: Mein Freund, der Baum...

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Die Gattinen todschick und in Stöckelschuhen, die Präsidenten Frankreichs und der USA in Anzug und Mantel: Das Gärtnern vor dem Weißen Haus am Montag vergangener Woche war eine große Show für die Fotografen. Die Bilder vom Staatsbesuch, bei dem Emmanuel Macron in Washington gemeinsam mit Donald Trump eine – noch ziemlich mickrig aussehende und zudem blattlose – Eiche pflanzt, gingen um die Welt. Doch dann war das Bäumchen, das von einem französischen Schlachtfeld stammt, auf dem 2000 US-Soldaten im Kriegsjahr 1918 beim Kampf gegen die Deutschen ihr Leben verloren, plötzlich weg. Nur ein gelber Fleck im Rasen blieb. Zeichen eines Zerwürfnisses? Gar ein diplomatischer Eklat? Hatte Donald seinem neuen Freund Emmanuel die Freundschaft gekündigt – trotz ausgiebig zelebrierter herzlicher Umarmungen und Küsschen auf die Wangen? Schnell kursierten die wildesten Gerüchte beiderseits des Großen Teiches. Schließlich schaltete sich Frankreichs Botschafter in den USA, Gérard Araud, ein und lüftete ganz stilvoll via Twitter das Geheimnis: „Der Baum befindet sich in Quarantäne, was für jeden in die USA eingeführten lebenden Organismus vorgeschrieben ist. Er wird danach erneut eingepflanzt.“

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