Politik RHEINPFALZ Plus Artikel Am 27. April öffnen erste Schulen in Rheinland-Pfalz

Bis alle Schüler wieder in ihren Klassenzimmern sitzen, wird es noch eine Weile dauern.
Bis alle Schüler wieder in ihren Klassenzimmern sitzen, wird es noch eine Weile dauern.

In Rheinland-Pfalz sollen am 27. April die ersten Klassen in die Schulen zurückkehren. Das kündigte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Mittwochabend in Mainz an.

In der ersten Woche nach den Osterferien, die am Montag enden, soll demnach Schulbetrieb wie unmittelbar vor den Ferien herrschen: Unterricht findet allenfalls über elektronische Kanäle statt.

In eineinhalb Wochen soll es dann den ersten regulären Unterricht geben. Zunächst sollen laut Hubig nur die Abschlussklassen zurück in die Schulen kommen, also junge Leute, die unmittelbar vor dem Abitur oder einem Abschluss in der Berufsschule stehen. Am 4. Mai werden nach derzeitigen Plänen weitere Klassen folgen.

Bis zu Sommerferien „kein Unterricht wie üblich“

An diesem Tag sollen alle Kinder und Jugendliche zurück in die Schulen kommen, die im nächsten Schuljahr vor einem Abschluss stehen. Außerdem sollen ab 4. Mai alle Kinder in den vierten Klassen der Grundschule wieder unterrichtet werden. Zu welchem Zeitpunkt weitere Klassenstufen zurück in die Schulen dürfen, sei noch offen, sagte die Ministerin. Sie wisse derzeit nicht, ob bis Ende des Schuljahres alle Kinder in den Schulen sein werden.

Hubig betonte, zumindest bis zu den Sommerferien werde es „keinen Unterricht wie üblich“ geben. Die Regeln des Infektionsschutzes müssten auch in den Schulen streng eingehalten werden. Das bedeute zum Beispiel, dass in deutlich kleineren Gruppen unterrichtet wird. Die jeweilige Gruppengröße werde dabei auch von der Größe des Klassenraums abhängen. Wie die Abstandsgebote und andere Hygienevorschriften eingehalten werden können, will die Ministerin zusammen mit den Schulen und Schulträgern in den nächsten Wochen festlegen. Ziel des Ministeriums sind laut Hubig Hygienepläne für jede einzelne Schule.

Kitas mindestens bis 4. Mai zu

Mit den Schulträgern soll besprochen werden, wie der Schultransport organisiert werden kann, damit er den Anforderungen in der Corona-Krise entspricht. Mit den Personalräten will Hubig unter anderem verhandeln, wie der Schutz von Lehrkräften sichergestellt werden kann, die zu einer Risikogruppe gehören und durch das Coronavirus besonders gefährdet sind.

Alle Kitas im Land bleiben zumindest bis zum 4. Mai geschlossen. Für viele berufstätige Eltern sei dies eine große Herausforderung, sagten Hubig und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Die bisher schon eingerichtete Notbetreuung bleibe jedoch weiter bestehen. Alle Eltern, die ihre Kinder nicht anders unterbringen können, dürfen die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Die Hochschulen bleiben geschlossen, werden aber weiterhin Prüfungen abnehmen.

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