Politik Allein an der Klagemauer in Jerusalem

Als erster amtierender US-Präsident hat Donald Trump gestern die Klagemauer in Jerusalem besucht – und zwar allein, ohne Begleitung führender israelischer Vertreter. Trump legte seine Hand an die Mauer, die eine der heiligsten Stätten des Judentums ist. Anschließend verharrte er einen Moment und hinterließ dann einen Zettel in einem Zwischenraum zwischen den Steinen. Dies entspricht der Tradition. Trump hatte zuletzt die Ansicht vertreten, mit seiner Hilfe könne eine Beilegung des jahrzehntealten Nahost-Konflikts gelingen. Heute will Trump nach Bethlehem im Westjordanland weiterreisen und dort Gespräche mit Palästinenserpräsident Abbas führen. Zudem sind ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und eine Rede des US-Präsidenten im Israel-Museum vorgesehen. Seite 2