Rheinland-Pfalz Ab 10. Juni wieder mehr Freiheiten in Rheinland-Pfalz
Alles, was in Rheinland-Pfalz zum Tourismus gehöre, werde ab 10. Juni vorzeitig gelockert. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag nach einem Treffen mit den Kommunalen Spitzenverbänden in Mainz angekündigt. „Wir haben sehr, sehr gute Zahlen. Heute gab es landesweit nur einen neuen Fall“, sagte sie zum Corona-Infektionsgeschehen.
Gaststätten werden in der nächsten Woche bis 24 Uhr öffnen dürfen, derzeit ist um 22.30 Uhr Schluss. Auch Busreisen und Schiffsausflüge sind ab Mitte kommender Woche wieder möglich, sie sollten zunächst bis 24. Juni verboten bleiben. Die Wellnessbereiche in Hotels, Hallenbädern und Freizeitparks dürfen dann ebenfalls Gäste empfangen.
Zehn Personen dürfen sich bald wieder treffen
Gelockert werden die allgemeinen Kontaktbeschränkungen. Gemäß der nächsten Corona-Landesverordnung sollen sich zehn Personen oder die Angehörigen zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen.
Erleichterungen erfahren außerdem Besucher von Gottesdiensten, Theatern und Kinos. Sie müssen nicht während der ganzen Zeit Masken tragen. Sobald sie ihren Sitzplatz erreicht haben, können sie den Mund-Nasen-Schutz abnehmen.
Chorproben möglichst im Freien
Die Chöre im Land erhalten eine Perspektive. Mit drei Meter Abstand zu jeder weiteren Person sind Proben wieder erlaubt. Sie sollen möglichst ins Freie verlegt werden, sagte Dreyer. Wo dies nicht möglich sei, müsse häufig gelüftet werden. Der Chorverband hatte vor wenigen Tagen beklagt, dass für Chorproben in Rheinland-Pfalz anders als in anderen Bundesländern keine Lockerungen vorgesehen seien.
Niemand sehe mehr einen Corona-Kranken
„Wir haben schon etliche Regionen, die coronafrei sind. Manche Landkreise und Städte sind bereits völlig gesundet“, sagte Fritz Brechtel (CDU), Landrat des Landkreises Germersheim und stellvertretender Vorsitzender des Landkreistages. Weil niemand mehr einen Corona-Kranken sehe, sei es schwierig, die Beschränkungen weiter zu vermitteln. Dennoch sei es wichtig, sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Er habe Signale, dass sehr viele kommunale Schwimmbäder in Kürze öffneten, sagte Brechtel auf Anfrage. Möglich ist dies nach einer Landesverordnung seit Ende Mai, aber für viele kamen die Hygieneverordnungen zu kurzfristig. Dreyer stellte außerdem Änderungen der Verordnung in Aussicht.
Ebenfalls ab 10. Juni sind Veranstaltungen für bis zu 75 Personen in Innenräumen wieder erlaubt. Draußen dürfen sich bis zu 250 Personen versammeln, derzeit sind es 100.