Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Zur Verschiebung der CDU-Vorstandswahl: Willkommene Nebenwirkung

Vor einem Jahr in Maria Laach: CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf, Landeschefin Julia Klöckner und Generalsekretär Gerd Schre
Vor einem Jahr in Maria Laach: CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf, Landeschefin Julia Klöckner und Generalsekretär Gerd Schreiner.

Die CDU verschiebt die Wahl des Landesvorstands wegen Corona. Nebenbei verhindert sie so eine Debatte um Parteichefin Klöckner.

Es ist CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner abzunehmen, dass ihn die Sorge um die Gesundheit der 550 CDU-Delegierten umtreibt. Dass er deshalb den Parteitag im November absagt. Aber ihm, dem Spitzenkandidaten Christian Baldauf und Landeschefin Julia Klöckner ist sicher aufgefallen, dass die Bundeslandwirtschaftsministerin derzeit innerhalb der Landespartei an Zuneigung verliert. Ein schwaches Wahlergebnis könnte eine Führungsdebatte auslösen, die die CDU vier Monate vor der Landtagswahl nicht gebrauchen kann. Deshalb hat die Absage möglicherweise eine willkommene Nebenwirkung. Nach der Wahl am 14. März 2021 stellt sich die Machtfrage ohnehin ganz neu. Geht Baldauf als Sieger und Ministerpräsident hervor, liegt es zumindest nahe, dass er den Anspruch auf die Führung der Partei stellt. Verliert er, stellen sich im CDU-Landesverband wohl ganz andere Fragen.

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