KOmmentar RHEINPFALZ Plus Artikel Unterricht in Corona-Zeiten: Bitte keine Notlösungen

Ein Plakat weist auf die Maskenpflicht in der Berufsbildenden Schule 1 Gewerbe und Technik (BBS1) in Mainz hin.
Ein Plakat weist auf die Maskenpflicht in der Berufsbildenden Schule 1 Gewerbe und Technik (BBS1) in Mainz hin.

In den Schulen wachsen Frust und Angst vor der Corona-Pandemie. Das ist verständlich. Doch noch sind die Schulen vergleichsweise sicher.

Auch Schulen sind ein Abbild der Gesellschaft. Deshalb gibt es in den Schulen Eltern, die weniger besorgt sind um die Gesundheit ihrer Sprösslinge als andere. Aber es gibt auch Eltern, denen diese Sorge größer ist als die Sorge um die tägliche Betreuung des Nachwuchses. Deshalb gibt es Lehrer, die unerschrocken ihre Arbeit machen, und solche, die sich begründet um ihre eigene Gesundheit sorgen. Deshalb gibt es Masken-Gegner und Masken-Befürworter, die sich zuweilen unversöhnlich gegenüberstehen. Es gibt Lehrerverbände, welche die Sorgen ihrer Mitglieder artikulieren, wie es ihre Aufgabe ist. Und es gibt Eltern, die mit gutem Grund sauer sind auf die teilweise untragbaren Zustände beim Schülertransport.

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Vor dieser Kulisse wird jede Entscheidung der Bildungspolitik auf heftige Kritik stoßen. Nach wie vor gilt: Auch Bildung ist ein hohes Gut, das der Staat zu garantieren hat. Die Experten sind sich ziemlich einig, dass Präsenzunterricht zu dieser guten Bildung gehört und digitale Schule allenfalls eine Notlösung ist für die älteren Schülerjahrgänge.

Zudem sind die Schulen derzeit keine Corona-Hotspots. Der Anteil der aktuell infizierten Lehrer und Schüler an deren Gesamtzahl ist deutlich niedriger als der Anteil aller Infizierten an der Gesamtbevölkerung im Land. Werden die Regeln eingehalten, ist Schule vergleichsweise sicher. Jeder Verzicht auf Präsenzunterricht hingegen mindert die Chancen einer ganzen Schülergeneration.

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