Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Luftfilter für Schulen sind gefragt

Ein Luftfiltergerät im Fachraum eines Gymnasiums.
Ein Luftfiltergerät im Fachraum eines Gymnasiums.

Auf großes Interesse trifft das Förderprogramm des Bundes für den Neubau von stationären raumlufttechnischen Anlagen (RTL) – Luftfiltern – in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren. Von den insgesamt 500 Millionen Euro, die der Bund zur Verfügung gestellt hat, seien bereits 244 Millionen Euro gebunden, teilte das Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfrage mit.

In der Pfalz sind noch nicht alle Schulen mit Luftfiltern ausgestattet. Gerade hat der Landkreis Bad Dürkheim nach Angaben der Verwaltung für die 14 weiterführenden Schulen 100 mobile Luftfiltergeräte angeschafft, die bis zu 100 Quadratmeter große Räume belüften können. 220.000 Euro wurden dafür ausgegeben. „Raumlufttechnische Anlagen mit Wärmerückgewinnung“ werden vom Bund zu 80 Prozent gefördert. Die Umrüstung kostet etwa 17.500 Euro pro Klassenraum.

Nachfrage bei Kommunen steigt stark an

Bereits seit dem 20. Oktober fördert der Bund den Um- und Ausbau von fest eingebauten RLT-Anlagen (im Prinzip Zu- und Abluftanlagen) in öffentlichen Räumen. Seit dem 11. Juni können auch neue Belüftungsanlagen, zum Beispiel in Kitas und Grundschulen, mit bis zu 80 Prozent der Kosten – von Planung bis Einbau – gefördert werden. Damit will der Bund einen weiteren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Die Erweiterung der Förderrichtlinie habe die Nachfrage bei Kommunen und freien Trägern von Kitas und Grundschulen stark ansteigen lassen, sodass allein für Neubauten „aktuell schon 201 Millionen Euro gebunden sind“, so das Ministerium.

Dass jetzt feste Lüftungssysteme in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren gefördert werden, diene dem Schutz der jungen Menschen, für die es derzeit noch kein Impfangebot zu Covid-19 gebe. Die Bundesregierung reagiere damit auch auf die Erkenntnis von Experten, wonach das Corona-Virus vor allem in geschlossenen Räumen übertragen wird, weil sich dort Aerosole besonders lange in der Luft halten.

Anträge können noch bis zum Jahresende gestellt werden

Laut dem Ministerium sind bis zum Dienstag dieser Woche 3023 Anträge beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen. Davon habe die Behörde bereits 1832 positiv beschieden. Ausgezahlt wurden bis dato exakt 259.892,12 Euro. Das habe damit zu tun, dass das Geld erst fließt, wenn die Maßnahme abgeschlossen ist. Anträge für Mittel aus dem Förderprogramm „stationäre RLT-Anlagen“ können noch bis zum 31. Dezember 2021 gestellt werden.

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