Kommentar Corona-Lage in den Kliniken: Keine Panik

Knackpunkt Pflegepersonal: Wo sollen genügend Experten für die Intensivstationen herkommen?
Knackpunkt Pflegepersonal: Wo sollen genügend Experten für die Intensivstationen herkommen?

Noch ist die Corona-Lage in den Kliniken übersichtlich. Es braucht endlich genaue Analysen zu aktuellen Infektionsherden.

Die Bilder von Bergamo haben sich eingebrannt: Panzer, die die Toten nachts aus der Stadt bringen. Im Frühjahr 2020 starben in Norditalien zu viele Menschen, die Bestatter allein schafften es nicht mehr. Solche Bilder mögen es auch sein, die manches hiesige Krankenhaus mit vollen Intensivstationen aufschreien lassen. Doch Panik ist nicht angebracht. In Rheinland-Pfalz sind bundesweit mit Abstand noch die meisten Intensivbetten frei. Dazu gibt es überall die Option, weitere Betten zu aktivieren. Doch dafür braucht es Personal. Wo soll das herkommen, wenn es schon in Vor-Corona-Zeiten nicht genügend Pflegekräfte gab? Und viele am Ende ihrer Kräfte sind? Jetzt rächt sich auch, dass medizinisches Personal nicht als Erstes geimpft wurde. In Rheinland-Pfalz beginnen dort erst die Zweit-Impfungen. Aber selbst die Spritze bietet keinen absoluten Schutz. Es wird dringend eine Analyse gebraucht, wo genau sich Menschen anstecken. Lapidare Aussagen wie aus dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium „im familiären Umfeld“ reichen nicht!

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