Pfälzerwald
Wandern mit Kinderwagen: Tipps und Tricks
Immer von Vorteil bei Outdoor-Abenteuern mit Kinderwagen ist eine Handbremse am Gefährt. Die meisten Modelle haben drei Reifen, wobei der vordere wahlweise festgestellt oder flexibel gelöst werden kann. Die geländegängigen Modelle haben im Gegensatz zu einem Stadt-Buggy eine spezielle Federung, Bereifung und ein aufwendiges Gurte-System. So dass der Nachwuchs gut gesichert, aber dennoch bequem im Kinderwagen liegt oder sitzt.
Deshalb und auch weil die Offroad-Modelle äußerst stabil, aber dennoch leicht sind, verlangen Hersteller entsprechende Preise. Es empfiehlt sich also der Blick auf den Gebrauchtmarkt oder die Recherche, wo man sich einen geländegängigen Kinderwagen leihen kann. Größere Geschäfte oder auch einige Tourist-Infos bieten diesen Service an. Zudem gibt es Online-Mietangebote und alles an Zubehör, was man sich nur vorstellen kann: Kufen für einen Schneeausflug, ein Skateboard, das an den Wagen montiert wird oder spezielles Zubehör für ausgedehnte Joggingrunden. Der Markt hat die Wünsche von „Outdoor-Familien“ längst entdeckt.
Streckenplanung mit Kinderwagen
Wer entschieden hat, wie der Nachwuchs im Wald am besten transportiert wird, geht als nächstes an die Streckenplanung. „Gut geplant, ist schon halb gewandert“, lautet die Faustregel. Denn vor allem, wenn man mit Kindern unterwegs ist, sollte man eine gute Organisation im Vorfeld nicht unterschätzen. Streckenlängen von zwei oder drei Kilometern sind eher ein Spaziergang, ab fünf Kilometern kann man dann schon von einer Wanderung sprechen – wobei der entscheidende Faktor die Höhenmeter sind. Wer einen Kinderwagen schiebt, kommt ab 300 Höhenmetern schon ganz ordentlich ins Schwitzen. Außer der Streckenlänge und den Höhenmetern ist für einen Kinderwagen-Schieber vor allem die Bodenbeschaffenheit ein wichtiger Faktor. Beispielsweise Radwege sind oftmals asphaltiert und angenehm flach. Dann sind auch zehn Kilometer für sportliche Erwachsene mit Kind, das gerne im Kinderwagen liegt, machbar. Dagegen verzichtet man auf Radwegen aber im Zweifel auf das besondere Natur-Erlebnis im Wald und muss auf teils motorisierte Radler auf der Strecke Rücksicht nehmen.
Ein erster Anlaufpunkt für die Auswahl von Kinderwagen-Strecken sind die einschlägigen Online-Portale wie Outdooractive oder Komoot. Der Vorteil im Gegensatz zur klassischen Faltkarte: Die Bodenbeschaffenheit der Strecke lässt sich besser herauslesen. Alles was das Merkmal „befestigt“ trägt, eignet sich gut für Touren mit Buggy. Aber Achtung: Die Angaben können auch mal nicht mit der Realität übereinstimmen. Ein anderer guter Anlaufpunkt bei der Ausflugsplanung sind deshalb die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der örtlichen Tourist-Infos, die auch Kartenmaterial bereithalten und über die aktuellen Gegebenheiten im Wald Bescheid wissen.
Sicherheit und Pausen
Generell empfiehlt es sich, bei Ausflügen mit Kinderwagen mindestens zu zweit zu sein. Ein Smartphone bei der Wanderung dabei zu haben, ist nicht nur sinnvoll, um das Abenteuer für den Nachwuchs fotografisch fest zu halten, sondern auch, falls man auf Hilfe angewiesen ist. Hierbei gilt es wieder, sich im Vorfeld über die geplante Ausflugsgegend zu informieren. Im Pfälzerwald gibt es in einigen Bereichen kaum Netzabdeckung und beispielsweise in der Grenznähe zu Frankreich unter Umständen kein zuverlässiges deutsches Handy- und Datennetz. Wichtig mit Blick auf die Zeit ist es, Pausen einzuplanen, so dass die Kinder sich auch bewegen können. Kinderfreundliche Rastmöglichkeiten empfehlen sich ebenfalls, sollen aber ein kleines Rucksackvesper und vor allem ausreichend Getränke nicht ersetzen. Und man sollte nie vergessen, dass man in der freien Natur unterwegs ist und sowohl einen Regen- als auch einen Sonnenschutz dabei haben. Zudem empfiehlt es sich, ein Schloss mitzunehmen, um den Kinderwagen auch mal irgendwo anschließen zu können – und eine wetterfeste Wickelunterlage.
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