Wandern im Pfälzerwald Hahnfels-Tour: Laut "Wandermagazin" eine der besten Strecken 2023
Ob die rund 45.000 Wanderfans mit ihrer Wahl richtig liegen, davon kann man sich am besten ein eigenes Bild machen. Der Höhepunkt der Hahnfels-Tour ist sicherlich das Burgenmassiv Altdahn, das zu den größten mittelalterlichen Wehranlagen im Pfälzerwald zählt. Nicht zeitgleich, doch in enger Nachbarschaft erbaute man auf nur einem Berg drei Felsenburgen: Tanstein im Westen, Grafendahn in der Mitte und Altdahn im Osten. Außer der Burganlage gilt es auf der Strecke diverse Aussichtsfelsen zu erklimmen, zu denen meist Serpentinen-Pfädchen hinauf- und wieder hinabführen.
Der Wanderweg auf einen Blick:
Aus- und Weitblicke
Los geht es am Belmont-Platz in Erfweiler in unmittelbarer Nähe zur Kirche und direkt dem Logo der Hahnfels-Tour hinterher: Weißer Hahnenkopf auf dunkel-blauem Grund. Zuerst geht es die steilen Treppenstufen an der Kirche hinauf, dann wird die Straße überquert und bald schon erreicht man den Wald. Der Holzwegweiser „Hahnfels“ zeigt die Richtung an. Bereits nach circa 800 Metern ist der namensgebende Hahnfels erreicht. Auf einer Metall-Brücke gelangt man zur vorderen Spitze und kann in luftiger Höhe den Blick weit über das Dahner Felsenland schweifen lassen. Sowohl Brücke als auch Aussichtspunkt sind gut gesichert – das gilt auch für alle anderen Aussichtsfelsen, die auf der Strecke liegen.
Und zum nächsten, dem „Dorfblick“, ist es nicht weit. Sein Name ist eine glatte Untertreibung, denn die Aussicht, die sich hier bietet, geht weit über Erfweiler hinaus. Über die nächsten zwei Felsen wird drüber gekraxelt und dann auf einem bequemen Pfad bis zum Rastplatz „Glastalblick“ weiter gewandert. Mit dem Rücken vor der Bank stehend, geht es nun links auf dem Serpentinenpfädchen bergab. Bald passiert man den Sandsteinfelsen Hegerturm, der etwas versteckt am Wegesrand liegt. Danach lichtet sich der Wald, man durchquert das Breitenbachtal und kommt zum Schafsfelsen. Passender ist der Name Schafsteine, denn es handelt sich um einen freistehenden Turm an einem langgezogenen Felsenriff, an dem man häufig Kletterer antrifft.
Nun geht es am Fuß des Massivs entlang, danach auf einem bequemen Waldweg weiter bis zum Anstieg auf den Kahlenberg (365 m). Den letzten Meter zum Gipfel klettert man auf einer Metall-Leiter hoch, dann ist der höchste Aussichtspunkt der Wanderung erreicht. Vor den Augen, quasi zum Greifen nahe, liegt schon das Burgenmassiv. Auch der nächste Aussichtspunkt, der „Wasgau-Blick“, hält, was sein Name verspricht. Danach steigt man ab ins Tal, stößt auf den Sportplatz von Schindhard, geht rechts am Vereinsheim vorbei und kommt wieder in den Wald. Dann wird ein Wiesental durchlaufen und es geht über die Straße. Etwas links des Wegs ist in einer Hütte ein rekonstruierter Ziegel-Brennofen ausgestellt. Sogleich erreicht man den Parkplatz unterhalb des Burgenmassivs und steigt hinauf auf den Schlossberg.
Zeit zur Besichtigung
Die Anlage ist, wenn sie geöffnet ist, frei zugänglich. Für ihre Besichtigung sollte genügend Zeit eingeplant werden. Viele Treppen müssen bestiegen werden, um die mächtigen Türme und die in Fels gehauenen Kammern und Gänge zu erkunden. Danach geht es – den Kiosk im Rücken – geradeaus, unterhalb des Massivs entlang. Gegen Ende der Tour kommt man an weiteren bizarren Felsformationen vorbei, nämlich dem Löchel-, Zimmer- und Hebelfelsen. Langsam geht es nun nach Erfweiler hinab. Die Hahnfels-Tour-Markierung führt über den Radweg geradeaus. An dieser Stelle kann man aber auch über die Friedhofstraße direkt nach Erfweiler zurück gehen und kürzt die Tour damit auf rund neun Kilometer ab. Die reguläre Strecke führt noch unter anderem an der Eibachquelle und dem Erfweilerer Wasserfall vorbei, bis man wieder am Belmont-Platz zurück ist.
Info
Die Rundwanderung ist 14 Kilometer lang (kann auf neun Kilometer gekürzt werden) und es geht sportlich zu mehreren Aussichtspunkten und auf das Burgenmassiv Altdahn hinauf und hinab. Öffnungszeiten der Anlage beachten! Bitte an eine dem Wetter angepasste Kleidung und Ausstattung sowie aktuelles Kartenmaterial denken und sich rechtzeitig über die An- und Abreise, eventuelle Sperrungen auf der Strecke usw. informieren.
Alle RHENPFALZ-Wandertipps im Überblick:
- Orange = Unter 8 Kilometer
- Rot = Zwischen 8 und 15 Kilometern
- Schwarz = Über 15 Kilometer



