Ab 29. November Zeitgenössische Kunst: Ute Gortner und Thomas Meier-Castel in Neunkirchen

Ute Gortner: Ohne Titel, Acryl auf Leinwand (Ausschnitt).
Ute Gortner: Ohne Titel, Acryl auf Leinwand (Ausschnitt).

Das saarländische Künstlerpaar Ute Gortner und Thomas Meier-Castel hat weit überregional Aufmerksamkeit gefunden, vor allem auch in Frankreich künstlerische Marksteine gesetzt. Erstmals sind die Werke beider in einer Ausstellung vereint.

Unter dem Titel „grenzenlos“ zeigt die Städtische Galerie Neunkirchen erstmals im musealen Kontext Arbeiten der beiden in der Zusammenschau. Fast dreißig Jahre lang hat das Künstlerpaar Seite an Seite gearbeitet. „Die gemeinsame Arbeit in den Ateliers in Bexbach und im lothringischen Grimaucourt war geprägt von wechselseitigem künstlerischem Austausch der an sich autonom und je für sich arbeitenden Künstler“, heißt es in der Vorankündigung der Ausstellung. Die Gegenüberstellung ausgewählter Werke offenbart indes nach Ansicht der Kuratoren vielfältige Korrespondenzen und Dialoge. „Im Einklang bewegt sich das Künstlerpaar zwischen Orten und Ländern und lotet, jeder auf seine Weise, künstlerische Grenzen aus: Bildfläche, Format und Technik werden bis an den Rand des Möglichen geführt.“

Meier-Castel, der 2008 verstorben ist, hat überregional vor allem als Neuerer der Druckgrafik Aufsehen erregt. Schon mit seinen extremen Überformaten nehme er in der deutschen Druckgrafik eine einzigartige Position ein. Seine oft quadratmetergroßen Druckplatten hat er zudem mit unterschiedlichen Werkzeugen, Maschinen und Materialien unter häufig großem Körpereinsatz bearbeitet. Die Ausstellung soll sich vor allem seinen Farbradierungen und Farbholzschnitten widmen.

Ausgangspunkte in der Natur

Ute Gortners Arbeiten haben trotz ihrer Züge ins Abstrakte und Ungegenständliche stets in der Natur ihre Ausgangspunkte, was am ehesten noch in ihrem freien Zeichnen im Anklang an Gräser, Gewächse und Landschaften zu erkennen ist. Die Malerei ist geprägt „von zart-pastellfarbenen, von gestischen dunklen Spuren überlagerten Bildern, denen kraftvolle und farbintensive frühe Werke gegenüberstehen“, so die Vorschau. Ihre Skulpturen aus gebogenen, schwarz oder farbig lackierten Metallbändern seien zu Wellen und Schleifen geformt, ruhten in sich und fänden als „Raumzeichnungen“ Pendants in Gortners Zeichnung und Malerei.

Ute Gortner/ Thomas Meier-Castel: »Grenzenlos« – 29.11.-16.2., städtische Galerie Neunkirchen; Vernissage: Fr 29.11., 19 Uhr; geöffnet: Mi-Fr 10-18, Sa 10-17, So 14-18 Uhr

Kein Titel (3000 x 2000 px)

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