Musikfestival Shooting-Stars und ein Altmeister: 2. Jazztage in Hainfeld mit Richie Beirach und Johanna Summer
Richie Beirach ist ein klangvoller Name im Modern Jazz. Mit vielen Großen der Szene hat der gebürtige New Yorker, der seit 2015 in der Vorderpfalz lebt, zusammengearbeitet – darunter Berühmtheiten wie Stan Getz, Jack DeJohnette, John Abercrombie oder Chet Baker. Der 75-Jährige ist ein Philosoph und Poet am Klavier, der mit seinem unerschöpflichen Einfallsreichtum an Melodien und Harmonien weite Seelenlandschaften durchmisst, lyrisch, nachdenklich und mit der Virtuosität eines klassisch geschulten Ausnahmekönners. Mit „Leaving“ hat er ein neues Soloalbum mit Jazz-Standards im Gepäck, mit dem er zu seinen Wurzeln zurückgekehrt ist – sein erstes Soloalbum seit 40 Jahren. Am 23. Mai wird Beirach um 19 Uhr mit einem Solokonzert die 2. Hainfelder Jazztage eröffnen.
Vom Piano-Jazz geprägtes Programm
Das weitere Programm, das vom Piano-Jazz geprägt sein wird und weitgehend auf die Künstler der letztjährigen Premiere setzt, zeigt weitere Spuren Beirachs. Denn mit der gebürtigen Russin Regina Litvinova und Adrian Rinck, dem Leiter der Kreismusikschule Südliche Weinstraße, werden Schüler des Altmeisters, der als Professor an der Leipziger Hochschule für Musik Jazzklavier unterrichtet hat, am Piano Platz nehmen. Regina Litvinova kommt am Sa 27.5., 19 Uhr. Rinck gibt mit seinem A.R.T-Trio mit Schlagzeuger Julian Losigkeit und Bassist Jan Mikio Kappes am Di 30.5. zur gleichen Stunde das Abschlusskonzert.
Wieder zu Gast ist ein junger Shooting-Star der Jazz-Szene, die 28-jährige Johanna Summer. Mit „Resonanzen“ bringt sie eine neue CD mit, im Januar erschienen und der Besonderheit ihres Spiels verpflichtet, klassische Musik fortzuspinnen und weiterzuerzählen. Auf „Resonanzen“ improvisiert Johanna Summer, die in Köln und Dresden lebt, über Werke von Bach bis Grieg und Skrjabin. Sicher wird einiges davon zu hören sein am Mo 29.5. ab 19 Uhr.
Auch der Wiener Martin Listabarth kommt als „Wiederholungstäter“. Er wird am Mi 24.5. seinem erzählenden Pianoton lauschen lassen, seinen frischen, rhythmisch oft komplexen und tänzerisch bewegten Kompositionen, die wie in Musik verpackte Geschichten wirken.
Für das Ensemblespiel stehen neben dem bereits erwähnten A.R.T.-Trio auch der Pianist und Komponist Bernd Lhotzky und Frank Roberscheuten, der von der Kritik als einer der profiliertesten europäischen Jazz-Saxophonisten gefeiert wird, auf der Bühne als Vertreter des klassischen Jazz. Ihr Konzert wird für den 26. Mai, 19 Uhr, angekündigt.
2. Hainfelder Jazztage: 23.-30.5., Konzerte jeweils um 19 Uhr, Hainfeld, Atelier29, Hauptstr. 29; Ticketreservierungen: www.hainfeld-atelier.de
