Thriller „Manipulation“ mit Heino Ferch
Wenn ein deutscher Film in den Nuller Jahren erfolgreich sein wollte, hielt er sich am besten an eine bewährte Erfolgsformel, die Til Schweiger in der Comedyserie „Pastewka“ mal so auf den Punkt brachte: „Es ist immer dasselbe Konzept: Historisches Ereignis, eine Liebesgeschichte, eine Frau muss sich entscheiden zwischen zwei Männern und einer davon ist Heino Ferch.“
In seinem neuesten Streifen ist Ferch allerdings nicht in Liebesdingen unterwegs. „Manipulation“ ist vielmehr ein Mystery-Thriller, eine deutsch-italienisch-tschechische Koproduktion mit entsprechend internationaler Besetzung.
Die Story: Matteo (Radoslav Gavlas) gehört einer mächtigen, europaweit agierenden Geheimgesellschaft an und verkehrt mit allerlei mächtigen Personen. An der Spitze dieser elitären Gruppe steht der manipulative Meister (Pawel Lawrynovicz). Nach einer Beförderung soll Matteo Kontakt zu Vater Vitus (Heino Ferch) aufnehmen, der für die Geheimgesellschaft wichtig ist. Matteo wird dann aber Zeuge entsetzlicher Machenschaften und beginnt, auch durch Gespräche mit Anna (Anna Ctvrtnickova), nachzuforschen. Er bemerkt, dass er Teil einer fanatischen Gesellschaft ist. Annas Vater Juraj (Féodor Atkine) ist – ebenso wie Vater Vitus – Mitglied eines geheimen Ordens innerhalb der Kirche; die Gesellschaft des Meisters ist ihr Feind. Juraj überredet Matteo, sein Wissen über die Gesellschaft mit dem Journalisten Ivan (Arnaud Binard) zu teilen, was zu unvorhersehbaren Ereignissen führt ...
Für Regisseur David Balda ist es der zweite Spielfilm. In seinem Debüt „Narušitel“ (2019) ging es um Freiheit und Kommunismus in der Tschechoslowakei. Schon damals interessierte ihn das Thema „Manipulation“. Dass es mit seinem zweiten Film nun so lange dauerte, führt Balda auf die Corona-Pandemie zurück. Eigentlich hätte er ihn schon 2021 drehen wollen.
„Manipulation“, Tschechische Republik, D, I, 128 Minuten, Regie: David Balda, mit Radoslav Gavlas, Pawel Lawrynowicz, Heino Ferch, FSK: ab 16