Vulkaneifel
“Määrchenhafte„ Wanderungen rund ums Maar: Idylle und viel Wasser bei Manderscheid
Das Städtchen liegt in einer grünen Gegend von eigenem landschaftlichem Reiz, nicht fern, aber doch abseits des Trubels im Moseltal. Schmale Straßen schlängeln sich bergab und bergauf über grüne Hügel und durch Wiesentäler, passieren hier und da beschauliche Ortschaften.
Schöne Strecken für Rad und Motorrad
Auf den ersten Blick präsentiert sich die Vulkaneifel als Paradies für Rad- und Motorradfahrer. Vor allem aber kommen in der Idylle mit viel unberührter Natur Wanderer dank bestens markierter Premiumwege auf ihre Kosten. Und ideenreich ausgestaltete Runden mit Bänken und Sitzgruppen fürs Picknick und zum Verweilen machen die Bewegung an der frischen Luft auch für Familien und Naturfreunde mit nicht ganz so guter Kondition zum entspannten Vergnügen.
Schöner Uferweg ums Meerfelder Maar
Ein etwa vier Kilometer langer Rundweg führt zum Beispiel direkt am Ufer um das Meerfelder Maar herum. Die Spaziergänger passieren ein Strandbad und ein Naturschutzgebiet mit interessantem Artenreichtum. Entlang des gesamten Weges finden sich Ruhebänke für Rast und Naturgenuss. Informationstafeln geben Einblicke in die besonderen geologischen Grundlagen dieser Gegend: Die fast kreisrunden Gewässer, die die Vulkaneifel prägen, sind durch Wasserdampfexplosionen beim Zusammentreffen von Grundwasser und heißem Magma meist in einer einzigen Explosionsperiode entstanden. Forschern eröffnen die Sedimente einzigartige Einblicke in die klimatische Erdgeschichte. Der Begriff Maar ist übrigens regional geprägt: Er geht höchstwahrscheinlich auf einen gleichlautenden Eifler Mundartbegriff aus der Dauner Gegend zurück und hängt mit dem Wort Meer zusammen.
Im Reich der „Hetschenkönigin“
Besonders auf ihre Kosten kommen Familien bei einer Runde um gleich drei Maare zwischen Gillenfeld und Eckfeld. Zunächst führt der mit einer gelben Kröte, der „Hetschenkönigin“, markierte „Määrchen-Urwaldpfad“ vom Wanderparkplatz aus zum Holzmaar, gesäumt von Skulpturen wie einem Totempfahl und einer Meerjungfrau. Wem die insgesamt etwa vier Kilometer messende Strecke zu lang erscheint, der kann dieses Teilstück aussparen und sich vom Parkplatz aus gleich in die andere Richtung auf den wild-romantischen Pfad durch den Uferwald des Sammetbachs begeben.
Dieser führt vorbei am „Dürren Maar“, einem moorigen Trockenmaar, zum „Hetschenmäärchen“, dem kleinsten Maar der Welt. Die „Hetschenkönigin“ informiert unterwegs auf mehrsprachigen Tafeln auch über Entstehungsgeschichte, Flora und Fauna dieses geschützten Teils der Vulkaneifel. In wetterfesten Büchern aus Metall sind Mythen und Geschichten der Gegend nacherzählt. Namen wie „Die Küssenden“ an knorrigen Baumverwachsungen regen die Fantasie an.
Reizvolle Abgeschiedenheit
Wer Abwechslung vom (Maar-) Wandern sucht und sich – den braunen Schildern mit Sehenswürdigkeiten folgend – treiben lässt, wird früher oder später auf die Abtei Himmerod aufmerksam. Mit der stattlichen Abteikirche als Blickfang und Veranstaltungsort für Konzerte ist das ehemalige Zisterzienserkloster eine Welt für sich mit Herberge, Gaststätte, Museum, Lädchen, Fischerei und Gärtnerei. Der Park mit Bienenlehrpfad lässt Raum für Kontemplation. Entschleunigen, entspannen, das Leben im Grünen genießen, ein Stück heile Welt erleben und die Seele baumeln lassen: Die Vulkaneifel bei Manderscheid mag abgeschieden sein. Aber genau das macht ihren Reiz aus.
Suchen und Buchen
Vulkaneifel: Gesundland Tourist Information Vulkaneifel, Grafenstr. 21, 54531 Manderscheid, 06592 951370, www.gesundland-vulkaneifel.de
Stadt Manderscheid: Mosenbergstr. 22, 54531 Manderscheid, 0657 2747, E-Mail: info@stadt-manderscheid.de
Weitere Ausflugsziele, Veranstaltungen etc in der Eifel: www.eifel.info
Ausflugsziele
Kloster Himmerod: Abtei Himmerod, Abteistraße 3, 54534 Großlittgen, 06575 9513-80, E-Mail: info@abteihimmerod.de
Öffnungszeiten: Klosterkirche täglich 9-18 Uhr, Gaststätte: Mi-So 11.30-21 Uhr, Info: 06575 9513-44. Zur Abtei gehört auch ein Museum. Es befindet sich im ältesten noch erhaltenen Gebäude des Klosters. Davon zeugt unter anderem die mit Wasserkraft betriebene Mühle. Auch der historische Backofen ist erhalten. Öffnungszeiten April bis Oktober, Di-So und Feiertage 14-17 Uhr, Infos: 06575 9513-55
Museen:
Maarmuseum Manderscheid & Vulkanhaus Strohn, Wittlicherstr. 11, Tel. 06572 92030, www.maarmuseum.de
Die Maare werden hier als Archive für vergangene Zeiten gezeigt. Simulationen machen geologische Zusammenhänge transparent.
Eifel-Vulkanmuseum Daun, Leopoldstr. 9, 54550 Daun, Tel.: 06592 985353 oder 06592 933284, Internet:
www.vulkaneifel.de (Vulkaneifel entdecken, Kultur und Freizeit, Eifel-Vulkanmuseum, Vulkanismus, Öffnungszeiten: Di-Fr 11-16.30 Uhr, Sa, So und Feiertage 11-16.30 Uhr.
Das Eifel-Vulkanmuseum vermittelt dem Besucher hautnah die vulkanischen Phänomene und Aktivitäten - weltweit und in der Vulkaneifel.
