Am 25. November Comedy: Rückkehr der Plattenbau-Prinzessin Cindy aus Marzahn

Selbst die „New York Times“ widmete Ilka Bessins Kunstfigur Cindy aus Marzahn schon einen großen Artikel.
Selbst die »New York Times« widmete Ilka Bessins Kunstfigur Cindy aus Marzahn schon einen großen Artikel.

Es gab mal eine Phase, da hatte Ilka Bessin die Nase voll. Jetzt bringt sie ihre Kunstfigur Cindy aus Marzahn wieder auf die Bühne. Zum Beispiel in Mannheim.

Es gab mal eine Phase, da hatte Ilka Bessin die Nase voll. Da war sie ihrer Anfang der 2000er Jahre geschaffenen Kunstfigur Cindy aus Marzahn überdrüssig. 2016 war das, da ließ Bessin die längst Kult gewordene Figur der sarkastischen Langzeitarbeitslosen hinter sich, die so gerne eine Prinzessin wäre und daher gerne Diadem trug. Bessin damals zum Nachrichtenmagazin „Spiegel“: „Man darf so eine Figur nicht totspielen. Wenn man sich elf Jahre lang Abend für Abend eine Perücke aufsetzt und einen pinkfarbenen Jogginganzug anzieht, muss man aufpassen, dass die Leute nicht irgendwann sagen: Boah, ich kann den Scheiß nicht mehr sehen. So weit soll es nicht kommen.“

Bis dahin war Bessin als Cindy omnipräsent, hatte sogar zeitweise die Assistentin von Markus Lanz bei „Wetten, dass..?“ gegeben. Selbst die Amerikaner fuhren auf Cindy ab, 2012 schrieb die altehrwürdige „New York Times“ ein großes Porträt über die Frau, die – wie der „Spiegel“ daraufhin schlussfolgerte – neben Angela Merkel damals die zweite, große weibliche Repräsentantin des Landes war. 2014 trat sie sogar mit einem deutsch-englischen Programm am New Yorker Broadway auf.

„Aufstehen, Krönchen richten“

Bessin fühlte, dass sie mit der Plattenbau-Prinzessin den Gipfel erreicht hatte, und zog die Reißleine. Nahm unter ihrem bürgerlichen Namen an „Let’s Dance“ teil. Wurde Reporterin bei „Stern TV“. Moderatorin, um dann 2021 ihre schrillen Cindy-Outfits doch wieder aus der Mottenkiste zu holen. In schweren Zeiten ist das Motto „Aufstehen, Krönchen richten“ eben wieder gefragt.

Gerade ist Cindy auf Jubiläumstour, auch in Mannheim macht sie Station. „Freut euch auf herzhafte Stories aus dem Leben eines Sexsymbols gefangen im Körper eines LKW-Fahrers und seid gespannt, ob die Buletten-Barbie endlich ihren Ken finden wird“, heißt es in der Ankündigung. Zu erwarten sei auch die Antwort auf die Frage: „Sollte man Limonade machen, wenn das Leben einem Zitronen schenkt oder doch besser zu Salz und Tequila greifen?“

Cindy aus Marzahn: »Einmal Prinzessin und zurück« – Di 25.11., 20 Uhr, Mannheim, Rosengarten, Tickets: eventim.de

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